Deutsche Tageszeitung - Luftfahrtverband: Keine Fortschritte bei nicht-fossilen Treibstoffen

Luftfahrtverband: Keine Fortschritte bei nicht-fossilen Treibstoffen


Luftfahrtverband: Keine Fortschritte bei nicht-fossilen Treibstoffen
Luftfahrtverband: Keine Fortschritte bei nicht-fossilen Treibstoffen / Foto: © AFP/Archiv

Klimafreundlicheres Fliegen droht vorerst ein Wunschtraum zu bleiben: Die von der EU vorgegebenen Ziele für nichtfossile Treibstoffe in der Luftfahrt seien "nicht erreichbar", sagte der Chef der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA), Willie Walsh, auf einer Tagung am Donnerstag in Paris. "Wir sehen keine Fortschritte bei der Produktion", kritisierte Walsh mit Blick auf nachhaltige Treibstoffe.

Textgröße ändern:

Bereits im Dezember hatte der IATA-Chef gewarnt, dass zahlreiche Fluggesellschaften ihre Ziele überprüfen müssten, wenn die Herstellung nachhaltiger Treibstoffe - etwa aus Biomasse, Alt-Speiseölen oder aus grünem Wasserstoff - nicht ausgebaut werde.

Diese sind bislang deutlich aufwendiger herzustellen und wesentlich teurer als das aus Erdöl gewonnene Kerosin. So ist Treibstoff aus Biomasse bis zu viermal teurer als Kerosin. Sogenannte E-Fuels, die mit Hilfe von grünem Wasserstoff gewonnen werden, kosten sogar zwölf Mal so viel wie Kerosin.

Laut der IATA lag der Anteil nachhaltiger Treibstoffe im Luftverkehr im vergangenen Jahr bei 0,6 Prozent. In diesem Jahr sollen es 0,8 Prozent sein - nicht einmal die Hälfte der bereits für 2025 angepeilten zwei Prozent. Walsh sicherte dennoch zu, dass die Fluggesellschaften grundsätzlich an ihrem Ziel festhielten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

Nach einer 2023 verabschiedeten EU-Verordnung soll der Anteil an alternativen Treibstoffen bis 2030 auf sechs Prozent steigen, bis 2050 sollen mehr als zwei Drittel des Kraftstoffs für Flugzeuge aus nachhaltigen Quellen stammen. Bei Verstößen drohen Flughäfen und Fluggesellschaften Geldstrafen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Abschaffung von Heizungsgesetz bringt Großteil von geplantem Bürokratiekostenabbau

Die Bundesregierung gibt an, in den vergangenen Monaten dutzende Maßnahmen zum Bürokratieabbau für Einsparungen in Milliardenhöhe auf den Weg gebracht zu haben. Bei weitem der größte Teil dieser erwarteten Minderbelastungen für Bürger und Unternehmen ergibt sich jedoch aus einer einzigen Maßnahme: der Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes der Ampel-Koalition. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch zudem, dass durch die wiedergewonnene Freiheit im Heizungskeller weitere, noch nicht absehbare Kosten entstehen können.

Chinas Wirtschaftswachstum auf niedrigstem Stand seit mehr als drei Jahren

Die Wirtschaftswachstum in China hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Damit wurde das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet.

US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf

Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Der Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen, falls der Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme.

Merz stellt sich in Sommerpressekonferenz Fragen der Medien

Gut 14 Monate nach seinem Amtsantritt stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch (13.00 Uhr) bei der traditionellen Sommerpressekonferenz in Berlin den Fragen der Medien. Dabei soll es in der Bundespressekonferenz um "aktuelle Themen der Innen- und Außenpolitik" gehen.

Textgröße ändern: