Deutsche Tageszeitung - Umsatz mit Bio-Lebensmitteln auf Rekordhoch - Nachfrage höher als heimisches Angebot

Umsatz mit Bio-Lebensmitteln auf Rekordhoch - Nachfrage höher als heimisches Angebot


Umsatz mit Bio-Lebensmitteln auf Rekordhoch - Nachfrage höher als heimisches Angebot
Umsatz mit Bio-Lebensmitteln auf Rekordhoch - Nachfrage höher als heimisches Angebot / Foto: © AFP

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekord gestiegen: Er betrug 18,2 Milliarden Euro und damit 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Dienstag mitteilte. Die Ökolandbaufläche wuchs demnach um 1,1 Prozent. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist dennoch höher als das heimische Angebot.

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BÖLW-Chefin Tina Andres erklärte: "Das zweite Jahr in Folge sorgt Bio für deutliches Wachstum und ist damit Leuchtturm im deutschen Lebensmittelmarkt." Verbraucherinnen und Verbraucher würden die Wertigkeit von Bio erkennen - trotz Inflation und Wirtschaftskrise.

Allerdings komme die Erzeugung auf den Feldern mit der Nachfrage nicht mit, erklärte Andres. Handel und Herstellung müssten "Bio zunehmend aus dem Ausland holen". So wurden 2024 rund 40 Prozent der Bio-Möhren und 25 Prozent der Bio-Zwiebeln importiert. Auch bei Milch, Butter und Fleisch steigen demnach die Einfuhren aus dem Ausland - ein Drittel des Bio-Schweinefleischs kam aus Nachbarländern.

Die BÖLW-Chefin forderte "deutliche Signale aus der Politik", das 30-Prozent-Bio-Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen. Dazu gehörten eine Ernährung mit Bio in Kantinen und Kindergärten, die Förderung des mittelständischen Lebensmittelhandwerks und die Stärkung der Forschung für die Öko-Wertschöpfungskette. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) müsse sich zudem in Brüssel dafür einsetzen, dass die EU-Agrarpolitik die Bezahlung der Umweltleistungen des Ökolandbaus "in den Fokus nimmt".

(V.Korablyov--DTZ)

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