Deutsche Tageszeitung - Studie: Verheiratete Paare glücklicher als unverheiratete

Studie: Verheiratete Paare glücklicher als unverheiratete


Studie: Verheiratete Paare glücklicher als unverheiratete
Studie: Verheiratete Paare glücklicher als unverheiratete / Foto: © AFP/Archiv

Verheiratete Paare sind einer Studie zufolge glücklicher als unverheiratete. Auf einer Skala von eins bis zehn bewerteten verheiratete Paare laut einer am Mittwoch in München veröffentlichten Studie für den SKL-Glücksatlas ihre Beziehung mit durchschnittlich 8,51 Punkten. Unverheiratete Paare kamen auf 7,69 Punkte, was einem Unterschied von 0,82 Punkten entspricht.

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Insgesamt waren Menschen, die in einer Partnerschaft lebten, zufriedener als Singles - ob verheiratet oder nicht. Sowohl ihre allgemeine Lebenszufriedenheit lag um 0,1 Punkte höher als auch ihre Zufriedenheit im Beruf (0,08 Punkte), mit dem Familienleben (0,16 Punkte) und dem Sexualleben (0,25 Punkte). Singles hingegen bewerteten ihre Freizeit um 0,15 Punkte und ihr Einkommen um 0,17 Punkte höher.

Einfluss auf die Zufriedenheit hat offenbar auch die eigene Kindheit. Menschen, die ihre Kindheit als glücklich einschätzten, bewerteten ihr aktuelles Beziehungsleben mit durchschnittlich 8,16 Punkten. Menschen, die aus eigener Sicht eine unglückliche Kindheit hatten, kamen lediglich auf 6,5 Punkte.

Eine Rolle spielt ebenso die eigene Persönlichkeit. So bewerten perfektionistisch veranlagte Menschen ihre Beziehung mit 6,25 Punkten - 1,75 weniger als im Durchschnitt. Auffällig ist den Studienautoren zufolge dabei, dass unter den Perfektionisten überdurchschnittlich häufig berufstätige Frauen mit Kindern im Haushalt zu finden waren.

Auch der Altersabstand zwischen den eigenen Kindern hat einen Einfluss auf die Beziehungszufriedenheit. Eltern, deren Kinder fünf oder mehr Jahre auseinander waren, bewerteten ihre Beziehung um 0,56 Punkte höher als Eltern mit Kindern, die lediglich zwei Jahre Altersunterschied hatten. Insgesamt verbesserte aber jedes Kind die durchschnittlich Lebenszufriedenheit um 0,14 Punkte. Ab fünf Kindern sank sie wieder.

Gefragt wurden die Menschen in Partnerschaften auch, wo sie ihren Liebsten oder ihre Liebste trafen. Mit 26,1 Prozent lernten die meisten ihren Partner oder ihre Partnerin über gemeinsame Freunde oder Bekannte kennen. Am zweithäufigsten (19,4 Prozent) fanden sich Paare im Internet, also etwa über eine Datingapp oder Social Media. Der dritthäufigste Kennlernort war die Arbeit mit 13,7 Prozent.

Am glücklichsten waren hingegen Paare, die sich im Studium, bei der Ausbildung oder in der Schule kennenlernten, gefolgt von Café- oder Restaurantbekanntschaften und dem gemeinsamen Verein. Tatsächlich lernten sich auf diesen Wegen aber nur 9,5 Prozent 7,1 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent der Paare kennen.

Für die Studie wurden im Juni 2025 online 5148 Menschen im Alter von 18 bis 70 Jahren durch das Institut Ipsos befragt. Die Rohdaten wurden an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ausgewertet.

(W.Uljanov--DTZ)

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