Deutsche Tageszeitung - Mexikos Schiffe mit Hilfslieferungen erreichen Kuba

Mexikos Schiffe mit Hilfslieferungen erreichen Kuba


Mexikos Schiffe mit Hilfslieferungen erreichen Kuba
Mexikos Schiffe mit Hilfslieferungen erreichen Kuba / Foto: © AFP

Zwei mexikanische Schiffe mit Hilfslieferungen sind im krisengeschüttelten Kuba eingetroffen. Die Schiffe der mexikanischen Marine liefen am Donnerstag in den Hafen von Havanna ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Nach Angaben der mexikanischen Regierung hatten sie mehr als 800 Tonnen Hilfsgüter wie Milch, Milchpulver, Fleisch, Bohnen, Reis und Hygieneartikeln zur Versorgung der kubanischen Bevölkerung geladen.

Textgröße ändern:

In dem Karibikstaat hat sich die wirtschaftliche Not durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die US-Armee Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump die venezolanischen Öllieferungen nach Kuba unterbinden lassen.

Von diesen Lieferungen war das kommunistisch regierte Land in hohem Maße abhängig. Ende Januar verschärfte der US-Präsident den wirtschaftlichen Druck auf Kuba weiter: Staaten, die Erdöl nach Kuba liefern, drohte er in einem Dekret mit zusätzlichen US-Zöllen.

Seit Wochen sind nach Angaben von Beobachtern keine ausländischen Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba mehr angekommen. Die Regierung in Havanna ordnete weitgehende Energiesparmaßnahmen an. Unter anderem wurden die Universitäten geschlossen und der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Die Kraftstoffreserven gehen trotzdem zur Neige, ein kompletter Stromausfall droht.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte Trumps Vorgehen als "unfair" kritisiert und Hilfe für Kuba versprochen. Sie erklärte zudem, es liefen "diplomatische Bemühungen", die Öllieferungen nach Kuba ermöglichen sollen, ohne dass die USA Mexiko durch Sanktionen bestraften.

Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Immer wieder haben die Menschen mit Blackouts zu kämpfen, die mitunter mehr als 20 Stunden dauern. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Inselstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Kurz vor Wahl in Ungarn: Sprengstofffund in Serbien bei Pipeline ins Nachbarland

Eine Woche vor der Parlamentswahl in Ungarn hat der Fund von Sprengstoffpaketen in Serbien nahe einer ins Nachbarland führenden Gaspipeline für Unruhe gesorgt. Zwei Rucksäcke, die "große Pakete Sprengstoff mit Zündern" enthielten, seien am Sonntag "wenige hundert Meter von der Gaspipeline entfernt" entdeckt worden, erklärte der serbische Präsident Aleksandar Vucic. Der ungarische Oppositionspolitiker Peter Magyar sprach von einer mutmaßlichen "Aktion unter falscher Flagge" kurz vor der Wahl.

Kassenärzte-Chef Gassen warnt bei Kürzungen vor deutlich längeren Wartezeiten

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hat bei einer Umsetzung der Kürzungsempfehlungen für die niedergelassenen Mediziner vor deutlich längeren Wartezeiten auf einen Facharzttermin gewarnt. "Wenn die Politik den Kürzungsvorschlägen der Kommission eins zu eins folgt, dann müssen sich die Patienten darauf einstellen, schon bald 50 Tage und mehr auf einen Facharzttermin zu warten", sagte Gassen den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Montagsausgaben).

Serbiens Präsident: Sprengstoff nahe Gaspipeline nach Ungarn entdeckt

Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic sind zwei Rucksäcke mit Sprengstoff in der Nähe einer nach Ungarn führenden Gaspipeline gefunden worden. Die Rucksäcke, die "zwei große Pakete Sprengstoff mit Zündern" enthielten, seien von der Polizei und Armee entdeckt worden, erklärte Vucic am Sonntag. Der ungarische Oppositionspolitiker Peter Magyar sprach von einer mutmaßlichen "Aktion unter falscher Flagge" kurz vor der ungarischen Parlamentswahl.

Dax-Dividenden steigen auf neues Rekordniveau

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Konzerne schütten in diesem Jahr trotz der anhaltenden Konjunkturkrise mehr Geld an ihre Aktionäre aus als je zuvor. Insgesamt zahlen die 40 Dax-Konzerne 55,3 Milliarden Euro an Dividenden aus, ergab eine am Sonntag vom Beratungsunternehmen EY veröffentlichte Analyse. Dies entspricht demnach im Vergleich zum Vorjahr 3,1 Milliarden Euro oder 5,9 Prozent mehr.

Textgröße ändern: