Deutsche Tageszeitung - Tarifrunde für Länderbeschäftigte fortgesetzt - Einigung am Freitag angestrebt

Tarifrunde für Länderbeschäftigte fortgesetzt - Einigung am Freitag angestrebt


Tarifrunde für Länderbeschäftigte fortgesetzt - Einigung am Freitag angestrebt
Tarifrunde für Länderbeschäftigte fortgesetzt - Einigung am Freitag angestrebt / Foto: © AFP/Archiv

Die dritte Tarifrunde über die Entgelte von mehreren hunderttausend Länder-Beschäftigten ist am Freitag nach einer nächtlichen Unterbrechung fortgesetzt worden und soll voraussichtlich im Laufe des Tages ein Ergebnis bringen. Die Verhandlungsführer der Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft der deutscher Bundesländer, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und des Beamtenbunds hätten die Gespräche wieder aufgenommen, hieß es von den Tarifparteien in Potsdam.

Textgröße ändern:

Die dritte Tarifrunde für rund 925.000 angestellte Beschäftigte der Bundesländer außer Hessen läuft seit Mittwoch. Sollte eine Einigung zunächst nicht gelingen, ist eine Verlängerung der Verhandlungen bis Sonnabend oder eine vierte Tarifrunde möglich. Die Länder übertragen ein Tarifergebnis in der Regel später auch auf 2,2 Millionen Beamte und weitere knapp eine Million pensionierte Verbeamtete.

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent, mindestens jedoch monatlich 300 Euro mehr Geld in diesem Jahr. Die Arbeitgeber hatten zunächst fünf Prozent über 27 Monate Laufzeit in Aussicht gestellt und liegen damit deutlich unterhalb der Gewerkschaftsforderung. Verdi und Beamtenbund wollen kein Ergebnis akzeptieren, das im Gesamtpaket schlechter ist, als der Abschluss bei Bund und Kommunen 2025 mit 5,8 Prozent für eine Laufzeit von 27 Monaten.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Einstimmiger Beschluss im Aufsichtsrat: VW streicht 50.000 weitere Stellen

Die Einigung kam überraschend und sie ist einstimmig: Bei Volkswagen werden in den kommenden Jahren weltweit weitere 50.000 Stellen gestrichen, vier Werke in Deutschland stehen ab 2031 bis 2034 auf der Kippe. Das beschloss der Aufsichtsrat des Konzerns am Donnerstagabend. Vorstandschef Oliver Blume äußerte sich zufrieden; IG Metall und Betriebsrat betonten, eine "gefährliche Eskalation des Konflikts" sei verhindert worden.

Sachsens Wirtschaftsminister für chinesische VW-Produktion in Zwickau

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat sich erneut dafür ausgesprochen, das VW-Werk in Zwickau mit Hilfe aus China zu erhalten. Der VW-Vorstand müsse eine "wirtschaftlich tragfähige Alternative und damit eine Lösung für Zwickau vorlegen", erklärte er am Freitag. "Dazu gehört auch, die Produktion von noch nicht in Deutschland verfügbaren, wettbewerbsfähigen Modellen von VW aus China in Zwickau intensiv zu prüfen."

Demokratie-Monitor: Fast jeder Fünfte mit rechtspopulistischem Weltbild

Fast jeder fünfte Deutsche lebt mit einem rechtspopulistischen Weltbild. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag veröffentlichte Demokratie-Monitor der Universität Hohenheim in Baden-Württemberg. Demnach ist eine rechtspopulistische Weltsicht mit 78 Prozent vor allem unter AfD-Anhängern verbreitet, im Gegensatz zu 17 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Für die Umfrage wurden mehr als 4000 Menschen über 16 Jahren befragt.

Großaufträge sorgen für deutliches Auftragsplus für die Industrie im Juli

Eine Reihe von Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau hat im Juli für einen deutlichen Anstieg des Ordervolumens in der Industrie gesorgt. Gegenüber Juni legte der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 2,5 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 13,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Ohne Großaufträge sank er im Monatsvergleich allerdings um 1,4 Prozent, vor allem wegen fehlender Aufträge in der Autoindustrie.

Textgröße ändern: