Deutsche Tageszeitung - Sparprogramm: Deutsche Welle schließt Griechisch-Redaktion

Sparprogramm: Deutsche Welle schließt Griechisch-Redaktion


Sparprogramm: Deutsche Welle schließt Griechisch-Redaktion
Sparprogramm: Deutsche Welle schließt Griechisch-Redaktion / Foto: © AFP

Der öffentlich-rechtliche Auslandssender Deutsche Welle (DW) schließt im Rahmen eines Sparprogramms seine Griechisch-Redaktion. Auch in anderen Sprachen "wird das journalistische Portfolio reduziert", erklärte der Sender am Mittwoch. Insgesamt müssen demnach 21 Millionen Euro eingespart werden.

Textgröße ändern:

Die DW verweist auf den Zuschuss des Bundes, der im Haushalt 2026 um zehn Millionen Euro auf 415 Millionen Euro gekürzt wurde. Zudem würden wegen "moderater Tarifsteigerungen aus dem bestehenden Tarifabschluss" Mehrkosten von elf Millionen Euro anfallen. Rein rechnerisch seien 160 Vollzeitstellen von den Einsparmaßnahmen betroffen, führte der Sender aus. Betriebsbedingte Kündigungen soll es dennoch nicht geben.

Die Führung des Senders bedauerte die Sparmaßnahmen. "Sie schwächen unsere Wettbewerbsfähigkeit in einer Zeit, in der eine starke deutsche und europäische Präsenz geopolitisch immer wichtiger wird", erklärte DW-Intendantin Barbara Massing. Für die Zukunft brauche es eine "nachhaltige Finanzierung".

"Die jetzige Kürzung der DW kommt nur zwei Jahre nach einem bereits umgesetzten 20-Millionen-Sparpaket", erklärte der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Achim Dercks. "Und sie steht im Widerspruch zu der von der Regierung im Koalitionsvertrag angekündigten Stärkung der DW."

"Das ist besonders bitter, da Russland und China ihre staatlichen Propagandasender massiv ausbauen und der Rückzug der Amerikaner aus dem Auslandsrundfunk weitere Lücken reißt", ergänzte der Vorsitzende des Rundfunkrates, Karl Jüsten. "Durch die Kürzung der DW wird die deutsche und europäische Perspektive international geschwächt."

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

EU-Experten empfehlen Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren

Ein europäisches Expertengremium hat sich für ein Social-Media-Verbot in der EU für Kinder unter 13 Jahren ausgesprochen. Darüber hinaus seien Beschränkungen für ältere Jugendliche denkbar, solange Onlinedienste sie nicht vor Suchtgefahren, Gewaltdarstellungen und Hassrede schützten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Einschätzung des Gremiums. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich für ein Mindestalter aus.

Erzeugerpreise: Landwirte bekommen im Mai deutlich weniger Geld für ihre Produkte

Die Landwirte in Deutschland haben im Mai deutlich niedriger Preise für ihre Produkte erzielt. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im April hatte die Veränderungsrate bereits bei minus 12,3 Prozent gelegen, im März bei minus 8,8 Prozent.

Von der Leyen will Mindestalter für Social Media einführen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich erneut für ein Social-Media-Verbot für Kinder ausgesprochen. "Es muss ein Mindestalter geben, ab dem sich Kinder auf Social Media anmelden können", sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Sie will sich bei einem EU-weiten Mindestalter an den Empfehlungen eines Expertengremiums orientieren, die am Montag vorgestellt werden.

Brandenburgs Ministerpräsident fordert Ende von einheitlicher Strompreiszone

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seine Forderung nach einer Aufteilung des deutschen Strommarktes bekräftigt. "Wir sind in Deutschland seit Jahren in einer falschen Richtung unterwegs", sagte Woidke der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Statt etwa günstigen Ökostrom dort zu verbrauchen, wo er erzeugt werde, entstünden für viele Milliarden Stromautobahnen, "damit der Norden den Süden günstig mit Windstrom versorgen kann", beklagte Woidke. Deshalb brauche es unterschiedliche Preiszonen in Deutschland.

Textgröße ändern: