Deutsche Tageszeitung - Umstrittenes Bergbaugesetz in Ecuador erlaubt Abbau auf Galápagos-Inseln

Umstrittenes Bergbaugesetz in Ecuador erlaubt Abbau auf Galápagos-Inseln


Umstrittenes Bergbaugesetz in Ecuador erlaubt Abbau auf Galápagos-Inseln
Umstrittenes Bergbaugesetz in Ecuador erlaubt Abbau auf Galápagos-Inseln / Foto: © Ecuador's Ministry of Environment/AFP

In Ecuador hat das Parlament ein umstrittenes Bergbaugesetz verabschiedet, das auch den Abbau von Rohstoffen auf den Galápagos-Inseln erlaubt. In der Nationalversammlung stimmten am Donnerstag 77 Abgeordnete für den Gesetzentwurf der rechtsgerichteten Regierung von Präsident Daniel Noboa, 70 Abgeordnete stimmten dagegen. Noboas Regierung hofft auf Investitionen von Bergbaufirmen.

Textgröße ändern:

Die für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt berühmten Galápagos-Inseln liegen rund 1000 Kilometer westlich der Küste von Ecuador am Äquator und gehören zum Unesco-Welterbe. Der britische Forscher Charles Darwin entwickelte bei einem Besuch der Inseln seine Evolutionstheorie.

Das neue Gesetz erlaubt nun den Abbau von Gesteinsmaterial in einem Gebiet der Galápagos-Inseln, das allerdings außerhalb des Nationalparks liegt. Die Opposition und Indigene protestierten dennoch gegen das Gesetz. In der Hauptstadt Quito gingen rund 300 Menschen gegen das Gesetz auf die Straße. Einige Demonstranten trugen Masken mit den Gesichtern von Abgeordneten, die für das Gesetz gestimmt hatten.

Die Oppositionsabgeordnete Verónica Iñíguez kritisierte, durch das Bergbaugesetz würden die Galápagos-Inseln "zu einem Steinbruch". Sie warnte auch vor Bergbau im Amazonasgebiet und in den Páramo-Steppen im Hochland der Anden. Die Indigenen-Organisation Conaie warnte vor Umweltschäden wie die Verschmutzung von Flüssen.

Die Parlament erklärte dagegen, mit dem Gesetz würden die "Kontrollen und Vorschriften" für den Abbau von Rohstoffen verschärft. Es gehe vor allem darum, den "illegalen Bergbau zu bekämpfen".

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Merz kritisiert Berliner Pläne zu Vergesellschaftung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Pläne zur Vergesellschaftung privater Wohnungsunternehmen in Berlin scharf kritisiert. Der Schutz des Eigentums und das "Vertrauen in den funktionierenden Markt" seien "tief verankert in unserer wirtschaftspolitischen Überzeugung", sagte Merz am Dienstag zum Abschluss eines internationalen Investitionsgipfels in der Hauptstadt. "Das ist das Fundament unserer marktwirtschaftlichen Ordnung. Und damit experimentiert man nicht."

Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen Öko-Stromanbieter Grüüün ein

Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren gegen den Öko-Stromanbieter Grüüün eingeleitet. Das Unternehmen habe Anfang des Monats auf seiner Internetseite angekündigt, zum 31. Oktober die Belieferungen von Haushalten einzustellen, erklärte die Bonner Behörde. Stelle ein Energieversorger die Tätigkeit ein, müsse er dies gesetzlich jedoch spätestens drei Monate vorher melden. "Eine Anzeige gegenüber der Bundesnetzagentur erfolgte bisher nicht", erklärte sie.

Stromausfall sorgt für Störungen bei Google-Diensten - britische Banken betroffen

Ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in der Region London hat am Dienstag zu Problemen bei den Cloud-Diensten von Google geführt. Die Panne dürfte voraussichtlich bis etwa 15.00 Uhr (MESZ) zur Gänze behoben sein, erklärte der Konzern online. Mehrere britische Banken meldeten weitreichende Störungen bei ihren Angeboten. Das Portal Downdetector, auf dem Nutzer Störungen melden können, gab an, dass hunderte Problemmeldungen auch zu anderen Firmen wie dem britischen Postunternehmen Royal Mail eingegangen seien.

Musk verspricht jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie

Elon Musk kündigt an, im kommenden Jahr allen Minderjährigen in den Vereinigten Staaten eine Aktie seines Raumfahrtunternehmens zu schenken. Details zur Umsetzung nennt er bislang nicht.

Textgröße ändern: