Deutsche Tageszeitung - Verivox: Starker Nachfrage nach neuen Gastarifen - Neukundenpreise noch niedrig

Verivox: Starker Nachfrage nach neuen Gastarifen - Neukundenpreise noch niedrig


Verivox: Starker Nachfrage nach neuen Gastarifen - Neukundenpreise noch niedrig
Verivox: Starker Nachfrage nach neuen Gastarifen - Neukundenpreise noch niedrig / Foto: © AFP

Angesichts des Krieges im Nahen Osten und des Preisanstiegs im Großhandel mit Erdgas ist die Nachfrage nach neuen Gastarifen nach Angaben des Vergleichsportals Verivox sprunghaft angestiegen. Derzeit würden "mehr als doppelt so viele neue Gasverträge abgeschlossen" als noch vor einer Woche, erklärte Verivox am Donnerstag. Bislang zeichnet sich demnach bei den Neukundenpreisen noch kein Preisanstieg ab, was sich aber ändern könnte.

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Der Gaspreis an der Börse war in dieser Woche stark angestiegen. Grund ist die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran und der Produktionsstopp von Flüssigerdgas in Katar wegen iranischer Raketenangriffe. "Für die meisten Haushalte hat dieser Anstieg zunächst keine direkten Auswirkungen, da sie länger laufende Verträge haben und Preisänderungen an der Börse erst mit Verzögerung bei Bestandskunden ankommen", erklärte Verivox.

Und auch Gastarife für Neukunden sind bislang sogar noch günstiger als vor einem Jahr. Laut Verivox liegt der Durchschnittspreis derzeit bei 8,4 Cent pro Kilowattstunde, vor einem Jahr waren es 10,2 Cent. "Die Neukundenpreise sind derzeit stabil, werden aber eng am Markt kalkuliert", erklärt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Sollten die Börsenpreise weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben, ist in den kommenden Wochen auch mit steigenden Neukundenpreisen zu rechnen."

Allerdings liegt das Preisniveau an der Börse derzeit noch weit unter den Spitzen, die in der Gaskrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine erreicht worden waren. Der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt war zu Wochenbeginn von gut 30 Euro pro Megawattstunde auf zeitweise über 50 Euro gestiegen. Im Jahr 2022 hatte er teils deutlich über 100 Euro und in der Spitze bei fast 340 Euro gelegen.

(G.Khurtin--DTZ)

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