Deutsche Tageszeitung - Macron fordert neue Finanzierungsmöglichkeiten für Atomenergie

Macron fordert neue Finanzierungsmöglichkeiten für Atomenergie


Macron fordert neue Finanzierungsmöglichkeiten für Atomenergie
Macron fordert neue Finanzierungsmöglichkeiten für Atomenergie / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat neue Finanzierungsmöglichkeiten für den Ausbau von Atomenergie gefordert. "Wir müssen es schaffen, diese Projekte besser zu finanzieren, sowohl konventionelle als auch innovative Atomvorhaben", sagte Macron zum Auftakt eines internationalen Treffens am Dienstag im Pariser Vorort Boulogne-Billancourt.

Textgröße ändern:

Auch auf EU-Ebene müsse die Unterstützung verbessert werden. Staatliche Hilfen und Fördermechanismen müssten EU-weit verbessert werden, "um den Erfolg neuer Nuklearvorhaben ebenso sicherzustellen wie den der erneuerbaren Energien", sagte der französische Präsident und wiederholte damit die Forderung, Atomenergie und erneuerbare Energien gleichzustellen.

Macron forderte insbesondere mehr Investitionen in die Entwicklung sogenannter kleiner, modularer Atomreaktoren (SMR - small modular reactors). "Unsere amerikanischen Freunde, die Kanadier und Chinesen sind bei diesen Innovationen an vorderster Front, die Europäer müssen im Rennen bleiben", sagte Macron.

Frankreichs Präsident plädierte zudem für eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit. "Wir brauchen einen Markt für den freien Verkehr von kohlenstofffreien Elektronen", sagte Macron. Dabei sei es egal, ob der Strom mit Offshore-Windenergie in Belgien, mit Solarenergie in Griechenland oder mit Atomenergie in Frankreich erzeugt werde, fügte er hinzu.

An dem Atomenergie-Gipfel nehmen Vertreter von etwa 40 Staaten und Organisationen teil, unter ihnen neun Staats- und Regierungschefs, unter anderem aus Ruanda, Marokko und Belgien.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Widerstand gegen Forderungen nach Aufschub bei Klimazielen aus Grünen und SPD

Forderungen nach einem Aufschub der deutschen Klimaziele stoßen bei Grünen und SPD auf Widerstand. Sie pochten am Samstag auf Planungssicherheit und wandten sich gegen eine Verschiebung von Lasten in die Zukunft. Wirtschaftsvertreter sowie die Gewerkschaft IGBCE hatten zuvor verlangt, das gesetzlich festgeschriebene Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 für Deutschland um fünf Jahre zu verschieben.

Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug

Die Bundesregierung geht laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" davon aus, dass Sozialleistungsbetrug deutlich häufiger vorkommt, als bislang bekannt ist. Es sei von "einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle auszugehen", zitierte die Zeitung eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. "Leistungsmissbrauch bleibt oft unentdeckt, weil verschiedene betroffene Behörden nicht oder nicht ausreichend miteinander vernetzt sind", hieß es demnach weiter.

Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das "Parlament nur noch als Bühne für das nächste Tiktok-Reel missbraucht wird und in Reden statt der Kolleginnen und Kollegen im Saal die eigenen Follower begrüßt werden", sagte sie der "Welt am Sonntag". Da gingen sie und ihre Präsidiumskollegen "sofort dazwischen".

Rufe nach Aufschub der Klimaneutralität Deutschlands um fünf Jahre

In der Diskussion um die Klimaneutralität Deutschlands werden Rufe nach einem Aufschub um fünf Jahre lauter. Das derzeitige nationale Ziel der Dekarbonisierung bis 2045 sei nicht sinnvoll und sollte an das europäische Zieljahr 2050 angepasst werden, forderten unter anderem Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter in der "Welt am Sonntag".

Textgröße ändern: