Deutsche Tageszeitung - Lufthansa bietet trotz Streiks 60 Prozent aller Langstreckenflüge an

Lufthansa bietet trotz Streiks 60 Prozent aller Langstreckenflüge an


Lufthansa bietet trotz Streiks 60 Prozent aller Langstreckenflüge an
Lufthansa bietet trotz Streiks 60 Prozent aller Langstreckenflüge an / Foto: © AFP/Archiv

Trotz der Pilotenstreiks bei der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline am Donnerstag und Freitag kann die Lufthansa nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte ihres Flugprogramms aufrechterhalten. Bei Langstreckenverbindungen liege der Anteil "bei 60 Prozent", teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo muss demnach nur 20 Prozent ihrer für Donnerstag und Freitag geplanten Flüge absagen.

Textgröße ändern:

"Zahlreiche Flüge von und nach Frankfurt und München" werden laut Lufthansa während der Streiks von anderen Fluggesellschaften der Lufthansa Group sowie von Partnerairlines übernommen. "Zudem werden an den Streiktagen größere Flugzeuge eingesetzt, um mehr Gäste befördern zu können."

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Dienstag zu zweitägigen Streiks bei der Kernmarke Lufthansa, ihrer Frachttochter Cargo sowie bei Cityline aufgerufen. Flüge aus den Krisengebieten im Nahen Osten seien von den Streikmaßnahmen nicht betroffen, betonte die Gewerkschaft, auch Flüge aus Deutschland in den Nahen Osten würden nicht bestreikt.

Nach Angaben der Lufthansa betrifft die VC-Ankündigung, Flüge in die Region aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage vom Streikaufruf auszunehmen, einen Flug von Frankfurt nach Riad in Saudi-Arabien, der für den morgigen Donnerstag geplant ist.

Grundsätzlich würden Kundinnen und Kunden "aktiv per E-Mail" benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein, wie die Lufthansa weiter mitteilte. "Gäste, die nicht kontaktiert werden, können vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist." Gleichwohl sollten sich Fluggäste auf der Website der Airline oder in der Lufthansa App über ihren aktuellen Flugstatus informieren.

Hintergrund des Streiks bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ist eine Auseinandersetzung um die betriebliche Altersvorsorge. Bei der Lufthansa Cityline streiten Gewerkschaft und Geschäftsführung über einen neuen Vergütungstarifvertrag.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

"Rente mit 63": Neuer Kompromissvorschlag aus der Union - Skepsis bei SPD

Im Streit um die sogenannte Rente mit 63 wird in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion offenbar ein neuer Kompromissansatz diskutiert. Wie am Dienstag die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren demnach offiziell beibehalten werden. Allerdings sollen Erziehungs- oder Pflegezeiten künftig nicht mehr oder weniger stark berücksichtigt werden. Die SPD sieht den Vorschlag skeptisch.

Länder beraten über Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer und Geld für Nahverkehr

Die Verkehrsminister der Länder wollen bei ihrem Treffen ab Mittwoch über ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr beraten. Es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket", zitierte die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Dienstag) aus einer Beschlussvorlage für die Verkehrsministerkonferenz. Der Fokus des Treffens liegt vor allem aber auch auf der Finanzierung des Nahverkehrs.

Einzelhandel erwartet gutes Geschäft mit Halloween-Artikeln

Der deutsche Einzelhandel erwartet erneut ein gutes Geschäft mit Halloween-Artikeln. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Händler ein Umsatzplus von rund 3,3 Prozent, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. Insgesamt geht der Verband in seiner Prognose von Umsätzen in Höhe von 537 Millionen Euro rund um Halloween und Allerheiligen aus.

Umfrage: Widerstand gegen Zeitumstellung in Deutschland geht zurück

Der Widerstand gegen die turnusmäßige Zeitumstellung hat sich einer Umfrage zufolge abgeschwächt. In einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Krankenkasse DAK sprachen sich nur noch 71 Prozent für ein Ende der Umstellung aus, wie die DAK am Dienstag in Hamburg mitteilte. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als 2025 und neun Prozent weniger als 2018, dem Jahr mit der bislang höchsten Ablehnungsquote.

Textgröße ändern: