Deutsche Tageszeitung - Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern

Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern


Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern
Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern / Foto: © AFP

Lithium, Kobalt, Tantal: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat europäischen Unternehmen eine bessere Versorgung mit Rohstoffen durch ein Handelsabkommen mit Australien versprochen. "Das Freihandelsabkommen trägt dazu bei, den Zugang zu diesen wichtigen Rohstoffen zu sichern", schrieb von der Leyen in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen. Sie könnte das Abkommen in den kommenden Tagen unterzeichnen.

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Von der Leyen landete am Montag in Sydney und reist am Dienstag in die Hauptstadt Canberra, wo sie den australischen Regierungschef Anthony Albanese treffen soll. Auch EU-Handelskommissar Maros Sefcovic ist in Australien, er traf am Montag den australischen Handelsminister Don Farrell zu weiteren Verhandlungen über das Abkommen.

Der Handelsvertrag soll Zölle auf beiden Seiten und den Handel mit Dienstleistungen sowie gegenseitige Investitionen vereinfachen. Australien sei "der weltweit größte Lithiumlieferant und verfügt über Rohstoffe, die für die sauberen Technologien der Zukunft von entscheidender Bedeutung sind – von Elektroautos in Spanien bis hin zu Offshore-Windturbinen in der Ostsee", betonte von der Leyen.

Die EU will so vor allem unabhängiger von China werden, das derzeit den Großteil der europäischen Rohstoffimporte stellt. Ziel ist es laut von der Leyen, "sicherzustellen, dass kein Land den Zugang zu Energie, Halbleitern oder Seltenerdmineralen als Waffe nutzen kann, um unsere Wirtschaft als Geisel zu nehmen". Das Abkommen mit Australien solle die Zölle auf Rohstoffe wie verarbeitete Produkte abschaffen.

Streitpunkt in den Verhandlungen waren zuletzt australische Rind- und Schaffleischexporte. Die EU will dafür eine Obergrenze festlegen, um die eigene Landwirtschaft zu schützen. Auf der anderen Seite geht es um eine australische Steuer auf europäische Luxusautos.

(I.Beryonev--DTZ)

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