Deutsche Tageszeitung - Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal

Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal


Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal
Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal / Foto: © AFP/Archiv

Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen hat im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um fast sechs Prozentpunkte, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch mitteilte. Allerdings liegt der Anstieg auch daran, dass das Vergleichsquartal 2025 sehr windarm ausgefallen war.

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In den ersten drei Monaten des Jahres wurden den Angaben nach 140,6 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, 67,2 Milliarden davon mit konventionellen Energieträgern wie Kohle und Gas und 73,4 Milliarden aus regenerativen Quellen. 24,5 Prozent der Gesamterzeugung stammte aus Windenergieanlagen an Land, 9,6 Prozent aus Photovoltaik, 7,8 Prozent aus Biomasse, 7,0 Prozent aus Offshore-Windanlagen und 2,4 Prozent aus Wasserkraft.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte die Windenergieerzeugung an Land um 27,5 Prozent und die auf See um 44,4 Prozent zu. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag hingegen rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. "Ursächlich hierfür waren ungünstige Witterungsbedingungen sowie der etwas sonnigere Jahresbeginn 2025", erklärte der BDEW. Solarenergie fällt in den Wintermonaten aber ohnehin naturgemäß weniger ins Gewicht.

"Die Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen: Erneuerbare Energien sichern mehr als die Hälfte unserer Stromversorgung", erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. "Das ist gut für den Klimaschutz, doch mindestens genauso wichtig ist in der derzeitigen geopolitischen Lage, dass Erneuerbare Energien die Versorgungssicherheit, Resilienz und strategische Souveränität Deutschlands stärken."

"Nur eine auf Erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung schafft auch die notwendige Resilienz für die Industrie, eröffnet vielfältige Chancen für Innovationen und trägt langfristig zum Erhalt des Wohlstands bei", ergänzte Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Das ZSW berechnet zusammen mit dem BDEW regelmäßig die Stromerzeugung aus regenerativen Energien.

(N.Loginovsky--DTZ)

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