Deutsche Tageszeitung - China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong

China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong


China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong
China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong / Foto: © AFP/Archiv

Der Online-Versandhändler Shein kann in Hongkong an die Börse gehen. Die chinesische Marktaufsichtsbehörde CSRC genehmigte nach eigenen Angaben am Freitag den Antrag der Plattform, dort bis zu 341,6 Millionen Anteile zu verkaufen. Shein hatte in der Vergangenheit erwogen, in New York oder London an die Börse zu gehen.

Textgröße ändern:

Das Unternehmen wurde 2012 in China gegründet und hat seinen Sitz seit 2021 in Singapur. Der Online-Händler ist mit seinem Geschäftsmodell, Kleidung und andere Waren billig zu produzieren und zu Schnäppchenpreisen direkt zu vertreiben, weltweit erfolgreich. Die Kritik an Shein ist jedoch groß, die Vorwürfe reichen von systematischem Plagiieren über eine katastrophale Umweltbilanz bis hin zu Zwangsarbeit. Die meisten von Sheins Fabriken sind in China angesiedelt.

Im Vergleich zu anderen sogenannten Fast-Fashion-Anbietern hebt sich das Unternehmen durch die Geschwindigkeit ab, mit der es neue Produkte auf den Markt bringen kann. Der Gesamtwert der Exporte belief sich 2025 auf mehr als 100 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 12,9 Milliarden Euro. Inzwischen verkauft Shein seine Produkte in mehr als 150 Länder, in Europa hat Shein etwa 130 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

Im November war Shein in Frankreich wegen des Verkaufs von Sexpuppen mit kindlichen Zügen massiv unter Druck geraten. Im Januar leitete auch die EU-Kommission Ermittlungen im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) gegen Shein ein. Mit dem Gesetz nimmt die EU große Internetplattformen in die Pflicht, verbotene Inhalte zu entfernen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten

Das US-Unternehmen Waymo will künftig Robotaxis in München anbieten und dafür schon in den nächsten Wochen Fahrzeuge für Testfahrten auf die Straßen der bayrischen Landeshauptstadt bringen. "In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein – zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert", erklärte die Tochter der Google-Mutter Alphabet am Dienstag. "Gegen Ende 2027 wollen wir unseren Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich machen."

Spanien will Rückführungen von Migranten aus Ceuta beschleunigen

Die spanische Regierung will die Rückführung Tausender Migranten beschleunigen, die sich nach der massenhaften Ankunft aus Marokko Ende Juli noch in der Exklave Ceuta befinden. Das Kabinett beschloss dazu am Dienstag die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle unter Leitung von Territorialminister Ángel Víctor Torres, wie Regierungssprecherin Elma Saiz mitteilte.

Auftritt von Volkswagen-Chef Blume bei Betriebsversammlungen erntet Kritik

Nach Wochen der Unsicherheit mit Blick auf Sparpläne beim kriselnden Autobauer Volkswagen hat sich Konzernchef Oliver Blume bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg den Beschäftigten gestellt - seine Rede erntete jedoch vor allem Kritik. "Sämtliche relevanten Informationen" über die Auswirkungen eines zusätzlichen Jobabbaus fehlten weiterhin, erklärte Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo am Dienstag in einer Mitteilung, die der AFP vorlag. "Oliver Blume hat seine Chance also verpasst, zu sagen, was ist."

Umfrage: Gamer geben im Schnitt mehr als 300 Euro pro Jahr für Spiele aus

Wer am Rechner oder der Konsole zockt, greift für sein Hobby häufig tief in die Tasche: Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom geben drei Viertel der Gamerinnen und Gamer an, dass sie sich Computer- und Videospiele etwas kosten lassen - im Schnitt 334 Euro in den vergangenen zwölf Monaten.

Textgröße ändern: