Deutsche Tageszeitung - Britische Aufsichtsbehörde untersucht Telegram wegen möglicher Kinderporno-Inhalte

Britische Aufsichtsbehörde untersucht Telegram wegen möglicher Kinderporno-Inhalte


Britische Aufsichtsbehörde untersucht Telegram wegen möglicher Kinderporno-Inhalte
Britische Aufsichtsbehörde untersucht Telegram wegen möglicher Kinderporno-Inhalte / Foto: © AFP/Archiv

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung wegen möglicher kinderpornografischer Inhalte im Onlinedienst Telegram eingeleitet. Sie untersuche das "mutmaßliche Vorhandensein und die Weitergabe" von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs auf Telegram, erklärte Ofcom am Dienstag.

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Telegram wies die Vorwürfe von Ofcom gegenüber der Nachrichtenagentur AFP "kategorisch" zurück. Seit 2018 habe Telegram "die öffentliche Verbreitung" von Missbrauchsdarstellungen praktisch unterbunden. Telegram sei "überrascht" von der Untersuchung und "besorgt", dass diese Teil eines "umfassenderen Angriffs" auf Onlineplattformen sein könnte, "die sich für Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre einsetzen".

Ofcom kann Geldstrafen in Höhe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens verhängen. Die Medienaufsichtsbehörde erklärte, sie habe "Beweise" aus einer "eigenen Bewertung der Plattform" sowie von einer kanadischen Kinderschutzorganisation erhalten.

Telegram hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als eine Milliarde aktive Nutzer pro Monat. Die Plattform wurde vom in Russland geborenen Unternehmer Pawel Durow mitgegründet. Durow wurde 2014 in Frankreich vorübergehend festgenommen. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, nicht genug gegen die Verbreitung illegaler Inhalte auf Telegram unternommen zu haben.

In Frankreich beschäftigt sich die Justiz mit dem Onlinedienst X wegen kinderpornografischer Darstellungen. US-Techmilliardär Elon Musk leistete einer Vorladung zu einer freiwilligen Anhörung dazu am Montag nicht Folge.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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