Deutsche Tageszeitung - Meloni warnt mit gefälschtem Unterwäsche-Bild vor Gefahren von Deepfakes

Meloni warnt mit gefälschtem Unterwäsche-Bild vor Gefahren von Deepfakes


Meloni warnt mit gefälschtem Unterwäsche-Bild vor Gefahren von Deepfakes
Meloni warnt mit gefälschtem Unterwäsche-Bild vor Gefahren von Deepfakes / Foto: © AFP

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat mit einem Beitrag in mehreren Onlinediensten auf die Gefahren durch gefälschte Bilder und Videos aufmerksam gemacht, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Solche Deepfakes genannte Darstellungen seien "ein gefährliches Werkzeug", mit dem großer Schaden angerichtet werden könne, heißt es in dem Beitrag Melonis vom Dienstag.

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Konkret veröffentlichte die rechtspopulistische Regierungschefin ein KI-generiertes Bild, das sie in spärlicher Unterwäsche auf einem Bett sitzend zeigt. "Ich muss zugeben, dass derjenige, der hinter diesem Bild steckt, zumindest in diesem Fall dafür gesorgt hat, dass ich viel besser aussehe als in Wirklichkeit", schrieb Meloni selbstironisch in ihrem Beitrag.

Deepfakes seien aber fast immer gefährlich, "weil sie uns täuschen und manipulieren". "Ich kann mich verteidigen, aber viele andere können es nicht", fügte Meloni hinzu. "Überprüfen Sie etwas, bevor Sie es glauben, und teilen Sie es erst, wenn Sie es überprüft haben."

Seit Längerem tauchen immer wieder KI-generierte Bilder Melonis in schlüpfrigen Posen im Internet auf. Im vergangenen Jahr hatte eine Internetseite in Italien für Empörung gesorgt, die sich auf sexualisierte Bilder und Videos bekannter Frauen spezialisiert hatte.

In der Folge hatte die Regierung ein Gesetz gegen Deepfakes verabschiedet, das deren Verbreitung unter Strafe stellt. 2024 hatte Meloni zwei Männer verklagt, die gefälschte pornografische Bilder von ihr auf einer US-Seite veröffentlicht hatten.

In Deutschland hatten unlängst Deepfake-Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen für eine breite Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen gesorgt. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte daraufhin im März angekündigt, Lücken im Strafrecht schließen zu wollen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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