Deutsche Tageszeitung - Porsche schließt drei Werke und baut 500 Stellen ab

Porsche schließt drei Werke und baut 500 Stellen ab


Porsche schließt drei Werke und baut 500 Stellen ab
Porsche schließt drei Werke und baut 500 Stellen ab / Foto: © AFP

Der Stuttgarter Luxusautobauer Porsche schließt drei seiner Werke und baut über 500 Stellen ab. Das Unternehmen habe im Rahmen seiner "strategischen Neuausrichtung" weitere Maßnahmen ergriffen und beschlossen, die drei Tochtergesellschaften Cellforce, Porsche eBike Performance und Cetitec nicht weiterzuführen, hieß es am Freitag in einer Unternehmensmitteilung. Davon seien insgesamt "mehr als 500 Mitarbeiter betroffen".

Textgröße ändern:

"Porsche muss sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussieren", begründete Firmenchef Michael Leiters. Das sei die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung und zwinge den Autobauer "zu schmerzhaften Einschnitten".

Das Batteriezellenwerk Cellforce Group hat seinen Sitz im baden-württembergischen Kirchentellinsfurt und soll angesichts der Neuausrichtung von Porsche geschlossen werden. Diese sieht eine "technologieoffene Antriebsstrategie" vor. Von der Schließung sind rund 50 Beschäftigte betroffen.

Porsche eBike Performance mit Sitz in Ottobrunn und Zagreb stellt seine Entwicklung von Antriebssystemen für E-Bikes ein, 350 Menschen sind betroffen. Auch der Softwarehersteller Cetitec aus Pforzheim und Kroatien wird geschlossen, wovon 90 Beschäftigte betroffen sind.

Weltweit hat Porsche rund 42.000 Beschäftigte. Schon Anfang 2025 hatte der Autobauer mitgeteilt, 1900 Stellen abbauen zu wollen. Damals war als Ziel ausgegeben worden, bis 2029 etwa 15 Prozent der Belegschaft einzusparen. Kürzlich teilte Porsche mit, aus dem Joint Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac auszusteigen.

Der deutsche Luxusautobauer ist in den vergangenen Jahren in schwierige Fahrwasser geraten. Hohe Investitionen in die Entwicklung von E-Autos zahlten sich häufig nicht aus, zudem leidet der Hersteller besonders stark unter den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen. Auch das China-Geschäft schwächelt.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Patientenschützer: Pflegebedürftige Kinder dürfen nicht kleingeredet werden

In der Diskussion um das Milliardendefizit bei der Pflegeversicherung hat der Vorsitzende der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, davor gewarnt, die Pflegebedürftigkeit von Kindern kleinzureden. Die Behauptung, pflegebedürftige Kinder seien mitverantwortlich für das Defizit, sei "Volksverdummung", sagte Brysch am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Schließlich sind nur rund zwei Prozent der sechs Millionen hilfsbedürftigen Menschen in dieser Altersgruppe."

Auf Schienen von Berlin nach Oslo: Deutsche Bahn plant rund 14-stündige Direktverbindung

Reisende sollen ab Sommer 2028 mit der Bahn von Berlin direkt bis in die norwegische Hauptstadt Oslo fahren können - über Hamburg, die dänische Hauptstadt Kopenhagen sowie Malmö und Göteborg in Schweden. "Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen", sagt Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand der Bahn, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Für die Direktverbindung wird die Deutsche Bahn mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark zusammenarbeiten.

USA schaffen mehr Jobs als erwartet - Arbeitslosenquote verharrt bei 4,3 Prozent

Die USA haben im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als von Experten erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im April um 115.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 Prozent. Insgesamt waren 7,4 Millionen Menschen ohne Beschäftigung.

Bundesrat will Einziehen von Gewinnen aus Cum-Ex-Geschäften erleichtern

Der Bundesrat will eine Gesetzeslücke beim Vorgehen gegen Cum-Ex-Geschäfte und weitere komplexe Fälle von Steuerhinterziehung schließen. Die Länderkammer beschloss am Freitag, einen Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen, mit dem illegale Gewinne aus solchen Geschäften leichter eingezogen werden können. Zu dem Vorhaben der Länder muss sich nun die Regierung äußern. Anschließend ist der Bundestag dran, der darüber entscheidet, ob er ihn auf die Tagesordnung setzt.

Textgröße ändern: