Deutsche Tageszeitung - Mexikos Lehrer drohen wegen niedriger Gehälter mit Protesten bei Fußball-WM

Mexikos Lehrer drohen wegen niedriger Gehälter mit Protesten bei Fußball-WM


Mexikos Lehrer drohen wegen niedriger Gehälter mit Protesten bei Fußball-WM
Mexikos Lehrer drohen wegen niedriger Gehälter mit Protesten bei Fußball-WM / Foto: © AFP

Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sind tausende Lehrerinnen und Lehrer im Gastgeberland Mexiko für bessere Gehälter auf die Straße gegangen - und haben weitere Proteste zum WM-Auftakt angedroht. Am Freitag (Ortszeit) versammelten sich in Mexiko-Stadt rund 3000 Demonstranten, auf deren Plakaten "Bildung hat keine Priorität, aber das Millionen-Geschäft der WM schon" und ähnliche Slogans zu lesen waren.

Textgröße ändern:

"Wir verlangen die Erfüllung unserer Forderungen", sagte der demonstrierende Lehrer Filiberto Fraustro Orozco der Nachrichtenagentur AFP. Die Gewerkschaftsmitglieder hätten sich geeinigt, zum baldigen Auftakt der Fußball-WM massive Proteste zu organisieren, falls ihre Gehaltsforderungen weiterhin nicht erfüllt würden.

Das monatliche Bruttogehalt für Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen in Mexiko entspricht umgerechnet rund 800 Euro. Die mexikanische Regierung und die Führung der Lehrergewerkschaft hatten sich zuletzt auf eine Lohnerhöhung von neun Prozent geeinigt. Teile der Gewerkschaft dringen jedoch auf eine Erhöhung von 100 Prozent.

Bei früheren Streiks der mexikanischen Lehrerinnen und Lehrer war es bereits gelungen, weite Teile der mexikanischen Hauptstadt tagelang lahmzulegen. Dabei wurden wichtige Straßen blockiert, darunter auch die Zufahrten zum internationalen Flughafen.

Die Weltmeisterschaft, die von Mexiko, den USA und Kanada gemeinsam ausgetragen wird, beginnt am 11. Juni mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Das Endspiel findet am 19. Juli statt. Mexiko rechnet mit rund fünf Millionen Touristen, die zur Fußball-WM kommen werden.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Ultimatum: VW-Betriebsrat fordert Klarheit über drastische Sparpläne

Der Betriebsrat des Autobauers Volkswagen hat dem Vorstand ein Ultimatum gestellt. Bis Freitag müsse VW-Chef Oliver Blume sich "unmissverständlich" zu den drastischen Sparplänen äußern, teilte der Konzernbetriebsrat am Donnerstagabend mit. "Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft ist an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten", erklärte die Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Es sei "unverantwortlich, die Belegschaft im Unklaren zu lassen und so in den Urlaub zu schicken".

Bundestag beschließt Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen

Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, durch das überschuldete Kommunen in den kommenden Jahren finanziell stärker unterstützt werden sollen. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in zweiter und dritter Lesung für das sogenannte Länder- und Kommunalentlastungsgesetz. Es sieht bis 2029 rund eine Milliarde Euro jährlich für Länder und Kommunen vor.

Neue Angriffe: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bricht ein

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stark zurückgegangen. Am Donnerstag durchquerten bis um 16.30 Uhr (MESZ) nur sechs Frachtschiffe die strategisch wichtige Meerenge im Persischen Golf, wie aus Daten des Dienstleisters Kpler hervorgeht. Am Mittwoch waren es demnach 21 Schiffe gewesen.

USA billigen Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland

Die US-Regierung hat dem Verkauf von weitreichenden Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt. Die Bundesregierung habe am Rande des Nato-Gipfels mit den USA vereinbart, "dass amerikanische Tomahawk-Raketen von uns erworben und in Deutschland stationiert werden", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag im Bundestag. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen wollen die USA im August die Genehmigung offiziell erteilen. Dabei geht es demnach neben den Tomahawk-Raketen auch um bodengestützte Typhon-Startgeräte.

Textgröße ändern: