Deutsche Tageszeitung - Kreml: Europa braucht wegen Iran-Krieg russisches Öl und Gas zum "Überleben"

Kreml: Europa braucht wegen Iran-Krieg russisches Öl und Gas zum "Überleben"


Kreml: Europa braucht wegen Iran-Krieg russisches Öl und Gas zum "Überleben"
Kreml: Europa braucht wegen Iran-Krieg russisches Öl und Gas zum "Überleben" / Foto: © AFP

Europa braucht nach Darstellung des Kremls angesichts gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs russisches Gas und Erdöl für sein "Überleben". Die Welt stehe am Rande einer "sehr schweren Energiekrise", sagte der Wirtschaftsbeauftragte des Kremls, Kirill Dmitrijew, am Donnerstag in St. Petersburg. Europa solle daher "Varianten der Partnerschaft mit Russland finden". Russisches Öl und Gas seien für Europa "unverzichtbar", sagte Dmitrijew.

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Der Kreml-Beauftragte äußerte sich am Rande des internationale Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF), das seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet wird. Dort wurde am Donnerstag und Freitag Kreml-Chef Wladimir Putin erwartet.

Putin hatte sich schon Anfang März vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine "langfristige und stabile" Zusammenarbeit, sagte er.

Der Iran blockiert die für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitestgehend. Die Blockade hat die Weltmärkte erschüttert und die Öl- und Spritpreise in die Höhe schießen lassen. Die USA lockerten zwischenzeitlich Sanktionen für russisches Erdöl. Europa hat einen solchen Schritt ausgeschlossen.

Westliche Staaten hatten nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine Sanktionen gegen Russland im Energiebereich verhängt. Dennoch wird weiter russisches Öl in die EU geliefert, insbesondere über die Druschba-Pipeline. Auch russisches Gas gelangt in Form von Flüssigerdgas (LNG) vorerst weiter nach Europa. Die Importe erreichten nach der Einschätzung von Analysten im ersten Quartal dieses Jahres den höchsten Stand seit Beginn der russischen Ukraine-Offensive Anfang 2022.

(W.Budayev--DTZ)

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