Deutsche Tageszeitung - EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus

EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus


EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus
EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus / Foto: © AFP

Der Finanzausschuss im EU-Parlament hat sich für die Einführung des digitalen Euros ausgesprochen. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten am Dienstag in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag. Sollte es bei der Parlamentssitzung Anfang Juli keinen Einspruch gegen die Ausschussentscheidung geben, könnten die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten aufgenommen werden.

Textgröße ändern:

Der Rat der EU-Länder hatte seine Position bereits im Dezember beschlossen. Beim digitalen Euro handelt es sich um eine Art digitales Bargeld, mit dem online oder per App bezahlt werden kann - auch ohne Internetverbindung. Die digitale Gemeinschaftswährung soll die europäische Souveränität im Finanzbereich gegenüber Kreditkartenanbietern und Bezahlsystemen aus den USA sichern.

Die elektronische Version der Währung wäre in Geschäften, online oder von Mensch zu Mensch kostenlos nutzbar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das Projekt vor rund sechs Jahren erstmals vorgestellt.

Ein möglicher Streitpunkt zwischen Parlament und EU-Länder dürfte die Gebühr sein, die Händler für die Nutzung des digitalen Euros entrichten müssen. Auch die Höchstmenge an digitalem Bargeld, die im digitalen Geldbeutel mitgeführt werden darf, ist umstritten.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Lage am Arbeitsmarkt weiter schwierig - Arbeitslosigkeit erneut leicht gestiegen

Die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt ist weiterhin gedrückt. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland legte im August erneut leicht zu und blieb damit über der Schwelle von drei Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote legte demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent zu.

Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. mit 89 Jahren gestorben

Er war Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. ist im Alter von 89 Jahren gestorben. "Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Seine Majestät König Harald uns heute verlassen hat", teilte das Königshaus am Freitagmorgen mit. Sein 53-jähriger Sohn, Kronprinz Haakon, tritt automatisch seine Nachfolge an.

Transportschäden beim Online-Kauf: Rechte und Pflichten der Verbraucher

Bei Transportschäden an Online-Bestellungen trägt grundsätzlich der Händler das Risiko. Verbraucher haben weitreichende Schutzrechte, müssen jedoch bei der Annahme der Ware bestimmte Regeln beachten. Besonders eine erteilte Abstellgenehmigung kann die Haftungslage grundlegend verändern und den Anspruch auf Ersatz erschweren.

Weitere Provokation im Handelsstreit mit Kanada: Trump benennt Ontariosee in Lake America

Im Handelsstreit mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump seinen Konfrontationskurs weiter verschärft: Er unterzeichnete am Donnerstag in Washington ein Dekret zur Umbenennung des Ontariosees in "Lake America" (Amerikasee). Zugleich drohte Trump mit weiteren Namensänderungen - etwa für den Atlantik. Kanadas Premierminister Mark Carney betonte, der Name des Sees, der sich auf beide Länder erstreckt, laute Ontariosee - "früher, jetzt und für immer".

Textgröße ändern: