Deutsche Tageszeitung - Zahl der Scheidungen leicht gestiegen - Insgesamt weniger Ehen

Zahl der Scheidungen leicht gestiegen - Insgesamt weniger Ehen


Zahl der Scheidungen leicht gestiegen - Insgesamt weniger Ehen
Zahl der Scheidungen leicht gestiegen - Insgesamt weniger Ehen / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der geschiedenen Ehen ist leicht gestiegen. 2025 wurden rund 130.100 Ehen durch richterlichen Beschluss geschieden, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Damit stieg die Zahl um 0,6 Prozent gegenüber 2024. Im Langzeitvergleich geht die Zahl der Scheidungen bis auf wenige Ausnahmen seit rund 20 Jahren zurück. 2025 gab es 39,2 Prozent weniger Scheidungen als 2003.

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Damals hatte der Wert den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Den bislang niedrigsten Stand gab es 2023.

Gleichzeitig sank die Zahl der geschlossenen Ehen. 2025 heirateten 348.800 Paare. Im Vergleich zu 2003 waren das 8,9 Prozent weniger. Der Wert für 2025 war der niedrigste seit Beginn der Erhebung 1950. Im vergangenen Jahr wurden 339.900 Ehen zwischen Mann und Frau und 8900 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen.

Bei etwas mehr als der Hälfte der Scheidungen 2025 waren minderjährige Kinder betroffen. Der Anteil der Scheidungen mit einem Kind nahm dabei über die Jahre ab, der Anteil mit zwei oder mehr Kindern nahm zu. Im vergangenen Jahr waren rund 113.400 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

81 Prozent der geschiedenen Ehen wurden nach einer einjährigen Trennungszeit geschieden. 18 Prozent hatten zuvor eine dreijährige Trennungszeit. Beim Rest waren andere Regeln maßgebend.

Vor ihrer Scheidung waren die Paare im Schnitt 14 Jahre und sieben Monate verheiratet. Bei 16 Prozent erfolgte die Scheidung im Jahr der Silberhochzeit oder später. In den 90er-Jahren lag dieser Wert noch zwischen zehn und elf Prozent.

Bei gut 90 Prozent der Scheidungen wurde der Antrag mit Zustimmung des Ehegatten oder der Ehegattin gestellt. In 5,8 Prozent der Fälle reichten den Antrag beide zusammen ein. Beim Rest stimmte eine Seite dem Antrag nicht zu.

Rund 1700 gleichgeschlechtliche Ehen ließen sich 2025 scheiden. Das waren zehn Prozent mehr als 2024. Der Anteil der geschiedenen gleichgeschlechtlichen Ehen an allen Scheidungen im vergangenen Jahr lag bei 1,3 Prozent.

(A.Nikiforov--DTZ)

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