Deutsche Tageszeitung - Rheinmetall darf voraussichtlich US-Raketensysteme in Deutschland bauen

Rheinmetall darf voraussichtlich US-Raketensysteme in Deutschland bauen


Rheinmetall darf voraussichtlich US-Raketensysteme in Deutschland bauen
Rheinmetall darf voraussichtlich US-Raketensysteme in Deutschland bauen / Foto: © DoD/AFP/Archiv

Der Rüstungskonzern Rheinmetall darf voraussichtlich bald in den USA entwickelte Raketensysteme in Deutschland produzieren. Das Düsseldorfer Unternehmen unterzeichnete am Dienstag am Rande des Nato-Treffens in Ankara eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Lockheed Martin. "Mit Unterstützung der Regierungen der Vereinigten Staaten und Deutschlands soll ein Joint Venture entstehen, das ein europäisches Kompetenzzentrum für die Herstellung, Integration und Bereitstellung von ATACMS für NATO- und verbündete europäische Streitkräfte schafft", erklärte Rheinmetall.

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ATACMS ist ein Lenkraketensystem, das bislang ausschließlich in den USA hergestellt wird. "Gemeinsam mit unseren Freunden von Lockheed Martin schaffen wir nun in Deutschland die industrielle Basis für moderne Verteidigungssysteme, die von den Streitkräften Europas stark nachgefragt werden", erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Die Produktion soll demnach am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen angesiedelt werden.

"Diese Partnerschaft markiert einen entscheidenden Moment für die europäische Sicherheit und die industrielle Zusammenarbeit der Verbündeten", erklärte Lockheed-Martin-Chef Jay Pitman. "Der Aufbau einer ATACMS-Co-Produktion in Deutschland ist ein starkes Signal für die europäische Verteidigungsindustrie und die Resilienz der NATO", ergänzte Europa-Chef Dennis Goege.

ATACMS-Raketen haben eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Die Systeme kommen seit 2023 im großen Stil in der Ukraine zum Einsatz. Das US-Militär setzte die Lenkraketen auch gegen den Iran ein.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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