Deutsche Tageszeitung - Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe


Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe
Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe / Foto: © AFP

Die jüngsten Hitzewellen treiben den Absatz privater Klimaanlagen in die Höhe. Inzwischen verfügten 23,4 Prozent der Haushalte über eine solche Anlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Vor einem Jahr waren es demnach noch 17,9 Prozent.

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Noch deutlicher ist dem Bericht zufolge der Anstieg bei den Kaufabsichten. 24,9 Prozent der Haushalte planen demnach die Anschaffung einer Klimaanlage. Im Juli 2025 waren dies 13,8 Prozent. Für 51,7 Prozent der Haushalte kommt ein Kauf allerdings weiterhin nicht infrage.

"Die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Wochen hat das Interesse an Klimaanlagen deutlich erhöht", sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck den Funke-Zeitungen. "Viele Haushalte haben ihre Kaufentscheidung offenbar nicht länger aufgeschoben, zeitweise waren mobile Klimageräte vielerorts ausverkauft."

Der Umfrage zufolge dominieren dabei mobile Geräte. 69,2 Prozent nutzten einen sogenannten Monoblock, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird, hieß es. Fest installierte Split-Anlagen kämen auf einen Anteil von 30,8 Prozent. Split-Anlagen bestehen aus einer Innen- und einer Außeneinheit.

Der Boom bei den Klimaanlagen dürfte auch den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Für eine Split-Anlage müssen Haushalte laut Verivox jährliche Stromkosten zwischen 40 und 90 Euro einplanen. Bei den in der Anschaffung günstigeren mobilen Monoblock-Geräten sei mit jährlichen Stromkosten von 100 bis 150 Euro zu rechnen.

Storck betonte, auch ohne Klimaanlage lasse sich die Wohnung wirksam vor Hitze schützen. "Am besten schützen Außenjalousien oder Rollläden – wenn man sie tagsüber schließt, halten sie die Sonne draußen", sagte der Experte. Wer diese nicht habe, könne Sonnenschutzfolien an den Fenstern anbringen. Auch Ventilatoren kühlten zwar nicht die Luft, aber die Luftbewegung fühle sich angenehmer an.

Für die repräsentative Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Juli 2026 im Auftrag von Verivox 1000 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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