Deutsche Tageszeitung - Hohe Spritpreise: Immer mehr Autofahrer steigen aufs E-Auto um

Hohe Spritpreise: Immer mehr Autofahrer steigen aufs E-Auto um


Hohe Spritpreise: Immer mehr Autofahrer steigen aufs E-Auto um
Hohe Spritpreise: Immer mehr Autofahrer steigen aufs E-Auto um / Foto: © AFP/Archiv

Vor allem die hohen Spritpreise sorgen dafür, dass immer mehr Deutsche ihren Verbrenner gegen ein Elektroauto austauschen. Laut dem E-Barometer der Versicherung Huk-Coburg stieg die Umstiegshäufigkeit im zweiten Quartal von April bis Juni stark an. Vor allem Vielfahrer mit mehr als 12.0000 Kilometer auf dem Tacho jährlich wechselten die Antriebsart, wie die Huk-Coburg am Dienstag mitteilte.

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Für das "E-Barometer" untersucht die Versicherung regelmäßig Verbreitung und Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland. Grundlage dafür sind eigene Daten des Unternehmens, das nach eigenen Angaben mit 14,5 Millionen Fahrzeugen der größte deutsche Autoversicherer ist. Außerdem werden Umfragen erhoben - für das aktuelle Stimmungsbild wurden dabei im Mai repräsentativ insgesamt 4121 Menschen vom Institut Yougov befragt.

Bei jedem achten Fahrzeugwechsel im Bestand der Huk-Coburg (zwölf Prozent) wurde demnach ein Auto mit Verbrennermotor durch einen rein elektrischen Pkw ausgetauscht. Vor Beginn des Iran-Kriegs im Januar und Februar lag diese Quote demnach bei jeweils 6,3 Prozent. Bei Vielfahrern erreichte der Anteil der Umstiege im zweiten Quartal demnach fast 15 Prozent.

In der Umfrage sagten 24 Prozent der Menschen mit Führerschein, sie hätten nur wegen der Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise seit Beginn des Iran-Kriegs erstmals überhaupt über die Anschaffung eines reinen Elektroautos nachgedacht oder die geplante Anschaffung vorgezogen. Auch die gesellschaftliche Zustimmung zum E-Auto stieg deutlich: Erstmals seit Beginn der Quartalsbefragungen im Herbst 2024 gab mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) an, dass sie Elektroautos "gut" oder "sehr gut" finden.

Bereits im ersten Quartal hatte die Umstiegsquote zugenommen, vor allem im März, dem ersten Monat nach Beginn des Iran-Kriegs mit bereits stark gestiegenen Spritpreisen. Auch die neue staatliche Förderung beim E-Autokauf, die damals schon in Aussicht stand, sorgte laut der Huk-Coburg für steigende Wechselzahlen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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