Deutsche Tageszeitung - US-Zentralbankchef Warsh besorgt über Inflation

US-Zentralbankchef Warsh besorgt über Inflation


US-Zentralbankchef Warsh besorgt über Inflation
US-Zentralbankchef Warsh besorgt über Inflation / Foto: © AFP/Archiv

US-Zentralbankchef Kevin Warsh hat sich besorgt über die Inflation in den Vereinigten Staaten gezeigt. Der Verbraucherpreisanstieg sei "besorgniserreigend", sagte Warsh am Freitag laut seinem vorab verbreitetem Redetext bei einem internationalen Zentralbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Er deutete zugleich eine mögliche Leitzinserhöhung an.

Textgröße ändern:

Die derzeitigen Finanzbedingungen in den USA ließen sich schwerlich als "restriktiv" bezeichnen, sagte Warsh. Damit spielte er darauf an, dass es weiterhin einen relativ leichten Zugang zu Krediten in der größten Volkswirtschaft der Welt gibt.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte den Leitzins bei ihrer letzten Sitzung Ende Juli das fünfte Mal in Folge unverändert gelassen. Der Druck für eine Erhöhung steigt jedoch: Drei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder sprachen sich damals bereits für eine Erhöhung aus.

US-Präsident Donald Trump hatte Warsh im Mai an die Spitze der Fed gesetzt, damit dieser für einen deutlichen Zinsschnitt sorgt. Allerdings treibt der von Trump vor sechs Monaten mit ausgelöste Iran-Krieg massiv die Energiepreise und somit auch die Inflation. Zinssenkungen scheinen daher unwahrscheinlich.

Im Juli lag die Teuerung in den USA bei 3,4 Prozent und damit deutlich über der Fed-Empfehlung von 2,0 Prozent. Das nächste Zentralbank-Treffen zum Leitzins ist für Mitte September angesetzt.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Spitzen der Koalitonsfraktionen wollen Reformen bis Jahresende umsetzen

Nach ihrer Klausurtagung in Münster haben sich die Spitzen der Regierungsfraktionen entschlossen gezeigt, die teilweise umstrittenen Sozial- und Wirtschaftsreformen bis zum Jahresende umzusetzen. In einem Beschlusspapier hätten Union und SPD sehr deutlich gemacht, "dass wir die aktuellen Reformvorhaben gemeinsam und in diesem Zeitraum über die Bühne bringen möchten", sagte Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) am Freitag. Dies gelte "sowohl für die Reformen im Bereich der Sozialgesetzgebung - der Rente, der Pflege - wie auch im Bereich der Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik".

Auswärtiges Amt zu Trumps Umbenennung: "Für uns heißt es weiter Lake Ontario"

Trotz der Umbenennung des Ontariosees durch US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit Kanada hält die Bundesregierung an der bisherigen Bezeichnung fest. "Für uns heißt es weiter Lake Ontario, wie der übliche Name ist", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. "Es ist eine amerikanische Entscheidung, diesen See anders zu bezeichnen. Die hat erstmal keine weiteren Auswirkungen auf andere Länder."

Digitales Unternehmensabo: Abendblatt PLUS für Teams

Das Hamburger Abendblatt richtet mit dem Produkt "Abendblatt PLUS" ein digitales Abo speziell für Unternehmen ein. Mitarbeiter erhalten damit Zugriff auf aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und der Region sowie exklusive Analysen. Der Zugang erfolgt über skalierbare Lizenzpakete mit individuellen Logins oder per Domain-Freischaltung.

Insolvenz der Bäckerei Michely: Fast 100 Jobs in Gefahr

Die Bäckerei Michely mit Sitz in Schleswig-Holstein hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen betrieb neun Filialen in Hamburg, Neumünster und dem Kreis Segeberg. Fast 100 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen, doch der Insolvenzverwalter hofft auf eine Sanierung.

Textgröße ändern: