Deutsche Tageszeitung - Industrieaufträge im August eingebrochen - Dreimonatsbilanz aber noch positiv

Industrieaufträge im August eingebrochen - Dreimonatsbilanz aber noch positiv


Industrieaufträge im August eingebrochen - Dreimonatsbilanz aber noch positiv
Industrieaufträge im August eingebrochen - Dreimonatsbilanz aber noch positiv / Foto: © AFP

Nach zwei kräftigen Anstiegen im Juni und Juli sind die Aufträge für die deutsche Industrie im August eingebrochen: Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe sank um 10,6 Prozent im Vormonatsvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Dreimonatsvergleich stand unter dem Strich aber ein Plus von 1,3 Prozent.

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Im Juli hatte eine Reihe von Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug und Flugzeugbau für einen starken Anstieg von 3,2 Prozent gesorgt - im August nun fehlten Großaufträge. Diese herausgerechnet, stagnierten die Auftragseingänge in der Industrie im Vormonatsvergleich nahezu, die Veränderung betrug minus 0,1 Prozent.

Weniger Aufträge kamen aus dem Inland (minus 17,3 Prozent) und aus dem Ausland (minus 5,4 Prozent). Ursache für die stark gesunkenen Inlandsaufträge war die heimische Investitonsgüternachfrage - sie brach um 28,6 Prozent ein, wie das Bundeswirtschaftsministerium erklärte. Sie habe aber aufgrund staatlicher Großaufträge davor auch stark zugenommen.

"Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von öffentlichen Beschaffungen entwickeln sich die Auftragseingänge weiterhin sehr volatil", erläuterte das Ministerium. Gleichzeitig war die Industrienachfrage zu Jahresbeginn demnach auch von Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten geprägt - deren Auswirkung ließ im dritten Quartal von Juli bis September "spürbar" nach.

"Auch wenn die Neuaufträge in der Industrie im August schwach ausfielen und strukturelle Wettbewerbsprobleme fortbestehen, hat sich die Auftragslage, insbesondere in Branchen, die vom KI-Hochlauf und staatlichen Beschaffungen profitieren, zuletzt deutlich verbessert", betonte das Ministerium. Die Ordervolumen seien im August deutlich höher ausgefallen als im Vorjahresmonat. Das Plus betrug hier 2,7 Prozent.

(M.Travkina--DTZ)

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