Deutsche Tageszeitung - Dänemarks Königin Margrethe II. feiert nach Zwist mit Sohn Jubiläum mit der ganzen Familie

Dänemarks Königin Margrethe II. feiert nach Zwist mit Sohn Jubiläum mit der ganzen Familie


Dänemarks Königin Margrethe II. feiert nach Zwist mit Sohn Jubiläum mit der ganzen Familie
Dänemarks Königin Margrethe II. feiert nach Zwist mit Sohn Jubiläum mit der ganzen Familie / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP

Nach dem Zwist mit ihrem jüngsten Sohn Joachim hat die dänische Königin Margrethe II. zum Abschluss der Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Thronjubiläum ihre gesamte Familie um sich versammelt. Die bei den Dänen sehr beliebte Monarchin machte eine Kutschfahrt durch Kopenhagen und nahm an einer Zeremonie zu ihren Ehren im Rathaus teil - beide Ereignisse waren wegen des Todes der britischen Königin Elizabeth II. Anfang September verschoben worden.

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Die 82-Jährige, die nun als letzte Königin Europas amtiert, begrüßte vom Balkon des Rathauses die etwa 1500 Menschen, die sich auf dem Platz im Stadtzentrum versammelt hatten.

"Die Familie hat für unsere Königin eine große Bedeutung, und ich denke, dass es für die Prinzen sehr wichtig ist, dass die Familie zusammenkommt", sagte Rentnerin Margit Lauritzen, die aus Esbjerg im Westen des Landes angereist war, der Nachrichtenagentur AFP. "In jeder Familie gibt es Meinungsverschiedenheiten, und sie werden eine Lösung finden, da bin ich mir sicher."

Ende September hatte Königin Margrethe II. vier ihrer acht Enkelkindern ihre Titel entzogen. Als offiziellen Grund gab der Königspalast an, dass dies den vier Kindern von Margrethes jüngstem Sohn Joachim ein normaleres Leben ermöglichen solle.

Prinz Joachim hat vier Kinder aus zwei Ehen, die zwischen zehn und 23 Jahre alt sind. Ab dem 1. Januar 2023 dürfen sie nur noch den Titel Graf beziehungsweise Gräfin von Monpezat führen. Der Titel Prinz beziehungsweise Prinzessin von Dänemark fällt weg.

Die Mutter von Prinz Joachims ältesten beiden Söhnen, Gräfin Alexandra, zeigte sich gegenüber dänischen Medien "schockiert" über die Entscheidung. Die Kinder könnten nicht verstehen, warum ihnen ihre Identität weggenommen werde, sagte sie Medienberichten zufolge.

Margrethe II. bedauerte nach eigenen Angaben, ihren Enkeln Schmerz zugefügt zu haben, hielt jedoch an ihrer Entscheidung fest.

Die gemeinsamen Feierlichkeiten könnten nun darauf hindeuten, dass der Streit beigelegt worden ist. "Ein wesentlicher Teil der Arbeit eines modernen europäischen Königshauses besteht darin, die Nation zu vereinen", sagte der Historiker Lars Hovbakke Sörensen der AFP. Deshalb müsse die Königsfamilie "die Fähigkeit zur Einheit in der Öffentlichkeit demonstrieren".

(O.Zhukova--DTZ)

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