Deutsche Tageszeitung - Charles III. dankt Deutschland für militärische Unterstützung der Ukraine

Charles III. dankt Deutschland für militärische Unterstützung der Ukraine


Charles III. dankt Deutschland für militärische Unterstützung der Ukraine
Charles III. dankt Deutschland für militärische Unterstützung der Ukraine / Foto: © AFP

Der britische König Charles III. hat Deutschland in seiner Rede im Bundestag für die militärische Unterstützung der Ukraine gedankt. Der russische Angriffskrieg gegen das Land habe Entscheidungen erfordert, "die früher vielleicht unvorstellbar gewesen wären", sagte der König am Donnerstag in seiner zum Teil auf deutsch gehaltenen Rede vor den Abgeordneten. "Der Entschluss Deutschlands, der Ukraine große militärische Unterstützung zukommen zu lassen, ist überaus mutig, wichtig und willkommen."

Textgröße ändern:

Charles III. betonte die Verantwortung Deutschlands und Großbritanniens angesichts der Bedrohung für die Sicherheit Europas. "Deutschland und das Vereinigte Königreich haben eine wichtige Führungsrolle übernommen als größte europäische Geber der Ukraine" sagte er.

"Die Geißel des Kriegs ist zurück in Europa", sagte der Monarch. "Die Sicherheit Europas ist ebenso bedroht wie unsere demokratischen Werte." Hoffnung schöpfe er aus dem Umstand, dass die Welt "nicht tatenlos" zusehe. "Wir können Mut schöpfen aus unserer Einigkeit zur Verteidigung der Ukraine, des Friedens und der Freiheit."

In seiner Rede - der ersten eines Königs vor dem Bundestag überhaupt - betonte Charles seine tiefe Verbundenheit mit Deutschland. "Mir bedeutet es sehr viel, dass wir auf meiner ersten Auslandsreise als König nach Deutschland eingeladen wurden - und vor allem, dass ich hier sprechen darf, um das Bekenntnis zur Freundschaft unserer Länder zu erneuern."

Auf diese Freundschaft sei er "stolz", sagte Charles. Er sei "froh, dass wir Seite an Seite stehen und gemeinsam eine Führungsrolle einnehmen, um unsere Zukunft zu sichern." Insbesondere hob er dabei die Zusammenarbeit beim Klimaschutz hervor und die ehrgeizigen Bemühungen in beiden Ländern zur Entwicklung klimafreundlicher Technologien.

Seine Rede beendete der König mit einem Appell zu noch engerer Zusammenarbeit. "Die lange und besondere Geschichte unserer beiden Länder enthält noch viele ungeschriebene Kapitel", sagte er. "Lassen sie uns diese mit einem unermüdlichen Streben nach einer besseren Zukunft füllen."

In der Rede des Königs wechselten sich deutsch vorgetragene Passagen mit englischen ab. Dass der Monarch zum Teil in der Sprache des Gastlands redete, gilt als große Ehrbezeugung. Die Abgeordneten erhoben sich nach der Ansprache zu stehenden Ovationen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Paketbombe in Monaco: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Oligarch schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft in dem Fürstentum Ermittlungen wegen Mordversuchs aufgenommen. Es gebe keine Hinweise auf einen Terroranschlag, sagte Staatsanwalt Stéphane Thibault am Dienstag in Monaco. Er äußerte sich nicht zur Identität der drei Opfer.

Ukrainischer Oligarch durch Paketbombe in Monaco verletzt - Polizei sucht Täter

Einen Tag nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein ukrainischer Oligarch und zwei seiner Familienmitglieder verletzt wurden, suchen die Sicherheitskräfte in dem Fürstentum und in Südfrankreich nach dem Täter. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein Verdächtiger zu sehen gewesen, der ein Paket im Eingang des Wohnhauses abgestellt habe, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag in Monaco mit.

Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt

Im Fürstentum Monaco ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden, bei dem der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajewund zwei weitere Menschen verletzt wurden. Wie die monegassischen Behörden mitteilten, erlitten durch die Explosion in einem Wohngebäude am Montagabend zwei Erwachsene lebensgefährliche Verletzungen; ein 13-Jähriger wurde leicht verletzt. Aus Kreisen der Ermittler erfuhr AFP, dass Jermolajew unter den Opfern war.

Nach deutschem WM-Aus Trost vom Kanzler - ausgelassene Feiern in Paraguay

Nach dem blamablen WM-Aus hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Trost zugesprochen. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!", schrieb der Kanzler in der Nacht zum Dienstag im Onlinedienst X. "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."

Textgröße ändern: