Deutsche Tageszeitung - Internationaler Yoga-Tag: Indiens Premier leitet hunderte Menschen durch die Übungen

Internationaler Yoga-Tag: Indiens Premier leitet hunderte Menschen durch die Übungen


Internationaler Yoga-Tag: Indiens Premier leitet hunderte Menschen durch die Übungen
Internationaler Yoga-Tag: Indiens Premier leitet hunderte Menschen durch die Übungen / Foto: © PIB/AFP

Mit gestrecktem Rücken und auf einer Matte kniend hat Indiens Premierminister Narendra Modi am Internationalen Yoga-Tag hunderte Menschen bei einer Massenveranstaltung in der indischen Region Kaschmir durch die Übungen geleitet. Zu der gemeinsamen Yoga-Einheit in der Stadt Srinagar, die wegen Regens drinnen stattfinden musste, kamen am Freitag zahlreiche Regierungsangestellte, Lehrer und Studenten aus der gesamten Region. Nach den Übungen forderte Modi sie auf, Yoga zu einem Teil ihres täglichen Lebens zu machen. "Yoga fördert Kraft, Gesundheit und Wohlbefinden", betonte er.

Textgröße ändern:

Die Veranstaltung in der mehrheitlich muslimisch geprägten Region Kaschmir war nicht unumstritten. "Dieses Yoga wird unseren Kindern aufgezwungen, um die nächsten Generationen kulturell zu verändern und ihren Verstand zu kontrollieren", sagte ein Bewohner der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist eine Zumutung für uns."

Zwar ist Yoga an sich keine religiöse Praxis, allerdings hat es seinen Ursprung in der Hindu-Philosophie. Der Gott Shiva soll der erste Yogi gewesen sein.

Die Bergregion Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans im Jahr 1947 geteilt. Beide Länder beanspruchen das Gebiet vollständig für sich und haben schon zwei Kriege um die Kontrolle der Bergregion geführt. Seit 1989 kämpfen mehrere Rebellengruppen für die Unabhängigkeit der Region oder ihren Anschluss an Pakistan. In dem Konflikt gab es schon zehntausende Tote.

2019 hatte die indische Regierung Kaschmirs Sonderstatus aus der Verfassung gestrichen und das Gebiet unter direkte Kontrolle Neu-Delhis gestellt.

Der 21. Juni wurde vor zehn Jahren zum Internationalen Yoga-Tag erklärt. Seitdem hat Indiens Premierminister Modi an symbolträchtigen Orten im ganzen Land und im vergangenen Jahr auch am UN-Hauptsitz in New York gemeinsam mit hunderten Menschen Yoga praktiziert.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Suche in Erdbebenregion in Venezuela dauert an - Hoffnung auf weitere Überlebende sinkt

Mehr als vier Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela sinkt die Hoffnung, noch weitere Überlebende bergen zu können. Französische und US-Einsatzkräfte retteten zuletzt am Sonntag im Ort Caraballeda einen Jugendlichen und dessen Vater lebend aus den Trümmern. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Regierungsangaben auf mindestens 1450, zehntausende Menschen werden noch vermisst. Hunderte Häuser sind eingestürzt oder schwer beschädigt. Millionen von Menschen sind ohne Strom und Wasser und auf Hilfe angewiesen. Unterdessen bebt in dem Land weiter die Erde.

US-Soldaten bei der Öffnung von Hafen und Flughafen in Venezuela im Einsatz

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela sind zahlreiche US-Soldaten im Einsatz, um vor allem den Verkehr am Flughafen von Caracas und am Seehafen von La Guaira wieder in Gang zu bringen. Ein Team von rund hundert Soldaten der Luftwaffe mit Erfahrung im Flugplatzmanagement unterstütze die venezolanischen Behörden dabei, den "lebenswichtigen Zufluss und Abfluss des Luftverkehrs" zu erweitern, teilte das US-Südkommando Southcom am Sonntag in Washington mit.

Britische Prinzessin Kate erklimmt drei Gipfel - Unterstützung für Krebshilfe

Die britische Prinzessin Kate hat binnen 24 Stunden die drei höchsten Berge von England, Schottland und Wales bestiegen, um auf die Bedeutung eines "ganzheitlichen" Ansatzes in der Krebsbehandlung hinzuweisen. Die 44-Jährige, die vor gut zwei Jahren an Krebs erkrankt war, erklärte am Sonntag im Onlinedienst Instagram, sie habe die "Drei-Gipfel-Herausforderung" zur Unterstützung der Royal Marsden Cancer Charity angenommen. Die Organisation unterstützt Krebspatienten in dem Krankenhaus, in dem Kate selbst behandelt wurrde.

Gewerkschaft: Bundespolizei droht im nächsten Jahr Engpass bei den Bodycams

Der Bundespolizei droht nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im kommenden Jahr ein Engpass bei der Ausstattung mit Bodycams. Eine Ausschreibung über 2500 neue Geräte mit einer Option auf weitere 1500 sei gescheitert, sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Im kommenden Jahr werden die Beamten womöglich ohne einsatzfähige Bodycams dastehen", sagte Roßkopf.

Textgröße ändern: