Deutsche Tageszeitung - Japanische Insel verkündet Sieg im Kampf gegen invasive Raubtiere

Japanische Insel verkündet Sieg im Kampf gegen invasive Raubtiere


Japanische Insel verkündet Sieg im Kampf gegen invasive Raubtiere
Japanische Insel verkündet Sieg im Kampf gegen invasive Raubtiere / Foto: © Ministry of the Environment/AFP

Nach jahrzehntelangem Kampf ist eine abgelegene japanische Insel endlich von eingeschleppten Raubtieren befreit worden, die einst zum Kampf gegen Giftschlangen dort freigesetzt worden waren, stattdessen aber lieber bedrohte Kaninchen vertilgten. Ende der 70er Jahre waren auf der zum Unesco-Weltnaturerbe zählenden Insel Amami Oshima rund 30 Mangusten freigelassen worden, um die Population an Habu-Schlangen niedrig zu halten, einer für den Menschen tödlichen Grubenotter.

Textgröße ändern:

Dabei hatten die Verantwortlichen offensichtlich übersehen, dass die Schlangen vor allem nachts aktiv sind, wenn Mangusten schlafen. Statt Schlangen zu fressen, machten die kleinen Raubtiere daher Jagd auf die vom Aussterben bedrohten Amami-Kaninchen, die nur auf Amami Oshima und einer weiteren Insel vorkommen. Die Zahl der Amami-Kaninchen ging drastisch zurück, die Mangusten-Population explodierte förmlich und lag im Jahr 2000 bei 10.000 Exemplaren.

Daraufhin gingen die Behörden gezielt gegen die Mangusten vor, Berichten zufolge unter anderem mit speziell abgerichteten Spürhunden. Am Dienstag erklärte die Regierung die Insel nun endlich für Mangusten-frei - fast 25 Jahre nach Beginn des Kampfs gegen die Raubtiere und fast 50 Jahre, nachdem sie auf die Insel ausgesetzt worden waren.

Weltweit haben sich laut einem UN-Bericht mehr als 37.000 eingeschleppte Arten breitgemacht. Jährlich verursachen invasive Arten demnach mehr als 400 Milliarden Dollar (361 Milliarden Euro) an Schäden und Einkommensverlusten.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: