Deutsche Tageszeitung - Rheinland-pfälzisches Gericht verbietet Haltung von Minischweinen in Wohngebiet

Rheinland-pfälzisches Gericht verbietet Haltung von Minischweinen in Wohngebiet


Rheinland-pfälzisches Gericht verbietet Haltung von Minischweinen in Wohngebiet
Rheinland-pfälzisches Gericht verbietet Haltung von Minischweinen in Wohngebiet / Foto: © AFP/Archiv

Das Verwaltungsgericht im rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße hat das Halten von Minischweinen in einem allgemeinen Wohngebiet verboten. Ein Ehepaar darf die Tiere nun nicht mehr im eigenen Garten halten, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Anlagen zur Tierhaltung seien in allgemeinen Wohngebieten nicht zulässig. (Az.: 5 K 427/24.NW)

Textgröße ändern:

Das Paar wohnt in einem Wohngebiet in Haßloch. Seit 2022 hält es in seinem Garten zwei Minischweine. Der Landkreis Bad Dürkheim forderte das Paar im November 2023 nach Beschwerden durch Anwohner auf, die Schweine zu entfernen. Dagegen legten die Kläger Widerspruch ein.

Ihre Klage vor Gericht scheiterte nun. Eine Kleintierhaltung ist laut Baunutzungsverordnung nur möglich, wenn sie in dem Baugebiet üblich ist und den Rahmen einer für eine Wohnnutzung typischen Freizeitbeschäftigung nicht sprengt.

Zu den Kleintieren gehören Katzen oder Hunde. Die Haltung von Ziegen, Schweinen oder Schafen ist heute in allgemeinen Wohngebieten jedoch unüblich und unzulässig. Bei Schweinen komme es zu für Wohngebiete ungewöhnlichen Geräusch- und Geruchsbelästigungen, entschieden die Richter.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf

US-Präsident Donald Trump hat zu einem Boykott der Konzerte von Rockstar Bruce Springsteen aufgerufen. Die Konzerte des US-Musikers seien "überteuert" und "mies", schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er nannte Springsteen "eine vertrocknete Pflaume, die unter den Eingriffen eines wirklich schlechten Schönheitschirurgen schwer gelitten hat", und forderte seine Anhänger auf, den Konzerten fernzubleiben.

Wal-Drama an Ostseeküste: Wal bewegt sich weiter nicht von der Stelle

Im Drama um den vor der Ostseeküste bei Wismar liegenden Buckwal deutet weiter nichts auf eine positive Wendung hin. Der Meeressäuger liege immer noch an der selben Stelle, an der er sich am Dienstag festgeschwommen habe, teilte das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Schwerin mit. Es atme noch etwa alle fünf Minuten. Die Behörden bereiten unterdessen die spätere Bergung des Kadavers vor.

Blindenschrift: Braille für Aufnahme als immaterielles Kulturerbe nominiert

Die Blindenschrift Braille soll nach dem Willen Deutschlands und Frankreichs immaterielles Kulturerbe werden. Wie die Deutsche Unesco-Kommission am Donnerstag in Bonn mitteilte, nominieren beide Länder "Braille: Lesen und Schreiben durch Tasten" gemeinsam bei der Kulturorganisation der Vereinten Nationen für die Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Der zuständige Ausschuss wird Ende 2027 darüber entscheiden.

Brasilien erlaubt gemeinsames Sorgerecht für Haustiere

Geschiedene Paare in Brasilien können aufatmen: Laut einem vom brasilianischen Kongress verabschiedeten Gesetz können sie fortan das gemeinsame Sorgerecht für ihre Haustiere bekommen. Sollten Paare nach der Trennung sich nicht über den Verbleib ihrer tierischen Lieblinge einigen können, werde "ein Richter das gemeinsame Sorgerecht und die gleichteilige Aufteilung der Kosten für den Unterhalt des Tieres bestimmen", heißt es in dem am Dienstag verabschiedeten Gesetz.

Textgröße ändern: