Deutsche Tageszeitung - Münchner Landgericht reduziert Geldstrafe für früheren Torhüter Jens Lehmann

Münchner Landgericht reduziert Geldstrafe für früheren Torhüter Jens Lehmann


Münchner Landgericht reduziert Geldstrafe für früheren Torhüter Jens Lehmann
Münchner Landgericht reduziert Geldstrafe für früheren Torhüter Jens Lehmann / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer Verständigung vor Gericht ist die Höhe einer Geldstrafe für den früheren Fußballnationaltorhüter Jens Lehmann deutlich reduziert worden. Das Landgericht München II verhängte am Freitag nach Angaben eines Sprechers eine Strafe von 150 Tagessätzen zu je 900 Euro gegen den 54-Jährigen, also insgesamt 135.000 Euro. Er ist demnach der Sachbeschädigung und des versuchten Betrugs in zwei Fällen schuldig.

Textgröße ändern:

Vorgeworfen wurde ihm, mit einer Kettensäge in den Händen in die Garage eines Nachbarn eingebrochen zu sein und dort einen Holzbalken angesägt zu haben. Auch sei er aus einem Münchner Parkhaus "Stoßstange an Stoßstange" mit einem anderen Auto gefahren, um die hohen Parkgebühren zu umgehen.

Das Amtsgericht Starnberg verurteilte Lehmann im Dezember noch zu einer höheren Strafe. Es setzte damals 210 Tagessätze zu je 2000 Euro an, also insgesamt 420.000 Euro. Gegen das Urteil legten sowohl der frühere Fußballer als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein.

Das Landgericht setzte zunächst vier Verhandlungstermine an. Da es sich aber schon am Freitag mit Lehmann und der Staatsanwaltschaft verständigte, konnte bereits das Urteil fallen. Der frühere Torhüter hatte den Schuldspruch angenommen und seine Berufung auf die Strafe beschränkt.

Lehmann spielte für verschiedene Fußballklubs in Deutschland, Italien und England, von 1998 bis 2008 war er Teil der Fußballnationalmannschaft. Während der in Deutschland ausgetragenen Weltmeisterschaft 2006 stand er im Tor der deutschen Mannschaft.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: