Deutsche Tageszeitung - König Charles III. in Rom: "Frieden nie als selbstverständlich betrachten"

König Charles III. in Rom: "Frieden nie als selbstverständlich betrachten"


König Charles III. in Rom: "Frieden nie als selbstverständlich betrachten"
König Charles III. in Rom: "Frieden nie als selbstverständlich betrachten" / Foto: © POOL/AFP

Der britische König Charles III. hat bei einer Rede vor dem italienischen Parlament in Rom davor gewarnt, Frieden für selbstverständlich zu halten und Italien für seine Unterstützung für die Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland gelobt. "Frieden sollte niemals, niemals als selbstverständlich betrachtet werden", sagte der 76-jährige Monarch am Mittwoch, dem dritten Tag seines viertägigen Staatsbesuches in Italien, bei dem er von seiner Frau Camilla begleitet wird.

Textgröße ändern:

"Großbritannien und Italien stehen heute vereint bei der Verteidigung der demokratischen Werte, die wir teilen", fuhr Charles fort. Beide Länder hätten der Ukraine in der Stunde der Not beigestanden "und viele Tausende Ukrainer, die Schutz suchen, aufgenommen."

Der Monarch wies auch auf die Beziehungen der beiden Länder bei der Verteidigung hin - etwa durch die Mitgliedschaft in der Nato oder bei der gemeinsamen Entwicklung eines neues Kampfjets mit Japan. Dieses Projekt werde "in unseren Ländern tausende Arbeitsplätze schaffen und zeugt von dem Vertrauen, das wir ineinander haben", betonte Charles.

Charles hielt seine Ansprache teils auf Englisch, teils auf Italienisch. Er ist der erste britische König, der in einer gemeinsamen Sitzung vor beiden Kammern des italienischen Parlaments sprach. Am Morgen hatte ein kurzes Treffen zwischen ihm und Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni stattgefunden.

Charles sprach vor dem Parlament auch ein Thema an, das ihm sehr am Herzen liegt: die Umwelt. "Genauso, wie wir bei der Verteidigung unserer Werte zusammenstehen, stehen wir auch bei der Verteidigung unseres Planeten zusammen", sagte er. "Von der Dürre in Sizilien bis hin zu den Überschwemmungen in Somerset sehen unsere beiden Länder bereits mehr schädliche Auswirkungen des Klimawandels als je zuvor".

Der britische König feiert am Mittwoch seinen 20. Hochzeitstag mit Camilla. Am Abend war das Paar zu einem vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella ausgerichteten Staatsbankett eingeladen. Italienischen Medien zufolge hat das Königspaar um ein vegetarisches Menü gebeten.

Am Donnerstag wollen Charles und Camilla die nordöstlich von Rom gelegene Stadt Ravenna besuchen. Dort wird das Königspaar an einem Empfang anlässlich der Befreiung der Region von der NS-Besatzung am 10. April 1945 teilnehmen.

Ein ursprünglich geplantes Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan kann wegen der angeschlagenen Gesundheit des katholischen Kirchenoberhaupts nach einer lebensgefährlichen Lungenentzündung nicht stattfinden.

Charles' Italien-Besuch erfolgt weniger als zwei Wochen nach einem Krankenhausaufenthalt des britischen Königs aufgrund von Nebenwirkungen seiner Krebstherapie.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Besuch in Großbritannien: Harry und Meghan wohnen im Juli in königlichen Residenzen

Der in den USA lebende Prinz Harry wird im Juli bei einem Besuch mit seiner Familie in seinem Heimatland Großbritannien auch in königlichen Residenzen wohnen. Der Prinz und seine Ehefrau Meghan Markle sowie der siebenjährige Archie und die fünfjährige Lilibet würden während des Besuchs in königlichen und in privaten Unterkünften residieren, bestätigte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle der Nachrichtenagentur AFP am Samstag.

Sony stellt Verkauf von Roboterhündchen Aibo in Japan ein

Sony stellt den Verkauf seines beliebtes Roboterhündchen Aibo in Japan ein. Die Lagerbestände des aktuellen Modells ERS-1000 würden jedoch noch abverkauft, erklärte der Elektronikkonzern. Dienstleistungen wie technische Unterstützung, Ersatzteile und Abonnements für Onlineclouddienste zur Speicherung von Daten des Roboterhundes würden weiterhin angeboten.

Stuttgarter Feuerwehr rettet vier junge Turmfalken aus heißer Blechverkleidung

Aus einer aufgeheizten Blechverkleidung hat die Feuerwehr in Stuttgart vier junge Turmfalken gerettet. Wie die Einsatzkräfte am Donnerstagabend in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilten, wurden sie am Nachmittag vom Umweltamt angefordert. Die Jungvögel steckten demnach in einem Wohn- und Geschäftshaus hinter einer gut 65 Grad Celsius heißen Blechverkleidung eines Kamins fest.

Polizisten retten in Thüringen Schwanenfamilie von Straße

Polizisten haben im thüringischen Gera eine Schwanenfamilie von einer Straße gerettet. Die zwei Elterntiere und sieben Jungschwäne brachen am Donnerstagmorgen zu einem Spaziergang zwischen Thieschitz und Bad Köstritz auf, wie die Beamten in Gera mitteilten. Dadurch blockierten sie im Berufsverkehr die Straße.

Textgröße ändern: