Deutsche Tageszeitung - Britischer König Charles III. und Königin Camilla in Kanada eingetroffen

Britischer König Charles III. und Königin Camilla in Kanada eingetroffen


Britischer König Charles III. und Königin Camilla in Kanada eingetroffen
Britischer König Charles III. und Königin Camilla in Kanada eingetroffen / Foto: © AFP

Der britische König Charles III. ist am Montag in Kanada eingetroffen. Der 76 Jahre alte Monarch, der auch Staatsoberhaupt von Kanada ist, landete mit seiner Frau Camilla am Flughafen der Hauptstadt Ottawa. Höhepunkt des zweitägigen Besuchs ist eine Thronrede des Königs im kanadischen Parlament, die wegen der Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump mit großer Spannung erwartet wird.

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In Großbritannien eröffnet der Monarch mit seiner Thronrede jedes Jahr die Sitzungsperiode des Parlaments in London. Die Rede wird zwar vom Monarchen gehalten, aber von der britischen Regierung verfasst, um ihr Programm vorzustellen. In Kanada übernimmt diese Aufgabe in der Regel die Generalgouverneurin, die offizielle Vertreterin des Monarchen in dem Commonwealth-Land. Queen Elizabeth II. hatte in Kanada nur zwei Mal eine Thronrede gehalten, in den Jahren 1957 und 1977.

Ihr Sohn Charles reiste nun zum ersten Mal seit seiner Thronbesteigung im September 2022 nach Kanada. Eingeladen wurde er vom neuen kanadischen Premierminister Mark Carney, der unter dem Eindruck der angespannten Beziehungen zu den USA im März sein Amt angetreten hatte.

Die traditionell freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Nachbarländern Kanada und USA haben sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump im Januar drastisch verschlechtert. Trump hat seitdem mehrfach gefordert, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Der US-Präsident verfolgt zudem eine aggressive Zollpolitik gegenüber dem nördlichen Nachbarland.

König Charles III., der als Monarch zu politischer Neutralität verpflichtet ist, hat sich bisher nicht zu Trumps Politik gegenüber Kanada geäußert. In dem Land wird daher mit großer Spannung erwartet, ob und wie er sich zur Souveränität Kanadas und zur Handelspolitik positioniert.

(M.Dorokhin--DTZ)

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