Deutsche Tageszeitung - Chinesischer Bauer erfüllt sich Traum von selbstgebautem U-Boot

Chinesischer Bauer erfüllt sich Traum von selbstgebautem U-Boot


Chinesischer Bauer erfüllt sich Traum von selbstgebautem U-Boot
Chinesischer Bauer erfüllt sich Traum von selbstgebautem U-Boot / Foto: © AFP

Mit einem selbstgebauten U-Boot fahren - diesen Traum hat sich der chinesische Bauer Zhang Shengwu erfüllt. In einem Fluss in der Nähe seines Zuhauses in der ostchinesischen Provinz Anhui ließ er jetzt nach jahrelanger Arbeit sein U-Boot zu Wasser, wie der chinesische Sender CCTV am Donnerstag berichtete. Das U-Boot bietet Platz für zwei Menschen, kann acht Meter tief tauchen und bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben kann.

Textgröße ändern:

Bilder von CCTV zeigten, wie Zhang das sieben Meter lange Stahlboot steuert. Nachdem der 60-Jährige vor elf Jahren im Fernsehen Bilder vom Bau eines U-Boots gesehen hatte, entschied der ehemalige Schreiner, der auch in der Schiffsfahrt gearbeitet hat, sein eigenes U-Boot zu bauen. "Ich dachte, wenn andere das können, kann ich das auch".

Trotz des Widerstands seiner Frau, die die Idee als "teuer, riskant und überflüssig" bezeichnete, ging Zhang seinem Traum von einem eigenen U-Boot nach. Zu Beginn gab er 5000 Yuan (etwa 600 Euro) für Stahlplatten, Motoren und anderes Material aus. Sein erstes U-Boot stellte er 2016 fertig - es war aber undicht. Er sei damals zwiegespalten gewesen, sagte Zhang. Er habe Angst gehabt, aber auch tiefer tauchen wollen.

Jahre später, nachdem Zhang weitere umgerechnet rund 4800 Euro für eine neue massive Stahlkonstruktion ausgegeben hatte, zwei Tonnen in den Boden des U-Boots gegossen und zwei Tanks hinzugefügt hatte, war Zhangs "großer schwarzer Fisch" bereit für seine erste Fahrt.

In Zukunft will Zhang ein noch größeres U-Boots bauen. Er ist nicht der erste Chinese, der sich ein eigenes U-Boot gebaut hat. 2015 nahm ein Dorfbewohner in der nördlichen Provinz Shaanxi umgerechnet rund 24.000 Euro Schulden auf, um ein mehr als neun Meter langes U-Boot zu bauen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben

Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.

Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus

Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU).

Autoattacke in Neustadt am Rübenberge: Tatverdächtiger Fahrer festgenommen

Nach einer Autoattacke mit fünf Verletzten im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge haben Ermittler den tatverdächtigen mutmaßlichen Fahrer gefasst. Ihm werde unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen, teilte die Polizei in Hannover am Mittwoch mit. Der Mann wurde demnach bereits am Dienstag in Neustadt am Rübenberge festgenommen.

Cousin von Albert II. von Monaco tot - fahrlässige Tötung vermutet

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Monaco mit. Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes.

Textgröße ändern: