Deutsche Tageszeitung - Bundesgerichtshof urteilt über Nutzung von Promifotos zum Ködern von Lesern

Bundesgerichtshof urteilt über Nutzung von Promifotos zum Ködern von Lesern


Bundesgerichtshof urteilt über Nutzung von Promifotos zum Ködern von Lesern
Bundesgerichtshof urteilt über Nutzung von Promifotos zum Ködern von Lesern / Foto: ©

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheidet am Donnerstag (09.00 Uhr) in zwei Fällen über die Nutzung von Prominentenfotos zum Ködern von Lesern. Der Moderator Günther Jauch und der Schauspieler Sascha Hehn klagen, weil Medien ein Facebook-Posting beziehungsweise ein Gewinnspiel mit Bildern der Prominenten bestückten. (Az. I ZR 120/19 und I ZR 207/19)

Textgröße ändern:

Im ersten Fall schrieb "TV Movie" auf Facebook: "Einer dieser Moderatoren muss sich wegen Krebserkrankung zurückziehen." Es ging um Roger Willemsen, doch auf dem Foto waren vier Fernsehmoderatoren zu sehen - darunter Jauch, der vor Gericht zog. Im zweiten Fall bebilderte die "Bild am Sonntag" ein Urlaubslotto mit einem Foto des damaligen "Traumschiff"-Kapitäns Hehn, der ebenfalls klagte. Beide Male urteilte das Oberlandesgericht Köln in der Berufung zugunsten der Prominenten, ließ aber jeweils die BGH-Revision zu.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss Waffenbesitz während Hausarrest vor Gericht erklären

Der verurteilte Ex-Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro, muss vor Gericht erklären, weshalb er während seines Hausarrests im Besitz einer Schusswaffe war. Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof gab Bolsonaros Anwaltsteam am Dienstag 24 Stunden Zeit, sich zu dem Waffenbesitz zu äußern. Die Pistole war bei einer Polizeikontrolle beschlagnahmt worden.

Geldwäscheverdacht: Grenzfahnder finden 850.000 Euro Bargeld in Kofferraum

Bei der Kontrolle eines Autos an der Grenze zu Tschechien haben Fahnder der Polizei Bargeld im Wert von 850.000 Euro gefunden. Nun wird wegen Geldwäsche ermittelt, wie die Polizei im bayerischen Regensburg am Dienstag mitteilte. Zudem habe der Fahrer keinen gültigen Führerschein.

Nach russischen Angriffen: Höhlenkloster-Restaurierung in Kiew könnte zwei Jahre dauern

Die Reparaturen an der bei russischen Angriffen beschädigten weltberühmten Höhlenkloster-Anlage in Kiew sind nach Angaben ihres Direktors womöglich langwierig. "Nach Einschätzung unserer Experten könnten die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten etwa zwei Jahre dauern - sofern alles reibungslos verläuft", sagte Maksym Ostapenko am Dienstag Journalisten vor Ort. Der Schaden an der Anlage beläuft sich ihm zufolge auf umgerechnet rund 9,6 Millionen Euro.

Muslime bedroht und Politikerin Giffey beschimpft: Mann zu Geldstrafe verurteilt

Weil er in einer Massenmail an Politiker Muslime bedroht und Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) beschimpft hat, ist ein Mann in Berlin zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 44-Jährigen am Dienstag der Volksverhetzung in Tateinheit mit öffentlicher Aufforderung zu Straftaten schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Eine Strafe aus einem weiteren Urteil wurde mit einbezogen.

Textgröße ändern: