Deutsche Tageszeitung - Kinder und Jugendliche nutzen verstärkt Videotelefonie und Streamingdienste

Kinder und Jugendliche nutzen verstärkt Videotelefonie und Streamingdienste


Kinder und Jugendliche nutzen verstärkt Videotelefonie und Streamingdienste
Kinder und Jugendliche nutzen verstärkt Videotelefonie und Streamingdienste / Foto: ©

Kinder und Jugendliche in Deutschland nutzen verstärkt Streamingdienste, Videotelefonie und E-Mail-Kommunikation. Der Anteil der Zehn- bis 15-Jährigen, die im Internet Videos von kommerziellen Streaminganbietern anschauten, stieg binnen zwei Jahren von 36 Prozent auf 58 Prozent im ersten Quartal 2020, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag vor dem sogenannten Safer Internet Day am Dienstag mitteilte.

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Um zehn Prozentpunkte nahm im selben Zeitraum die Nutzung von Internet- und Videotelefonaten zu - von 72 Prozent im ersten Quartal 2018 auf 82 Prozent zwei Jahre später. Und auch die Kommunikation über E-Mail gewinnt für junge Leute an Bedeutung. Während 2018 mit 48 Prozent fast die Hälfte der Jugendlichen das Internet für den Mailverkehr nutzten, waren es 2020 bereits 64 Prozent.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 61 Prozent der Zehn- bis 15-Jährigen in sozialen Netzwerken aktiv. Mit 43 Prozent teilte nahezu die Hälfte auf Webseiten selbst erstellte Inhalte. 89 Prozent der Kinder und Jugendlichen nutzten Messengerdienste wie WhatsApp und Telegram.

Beim Schutz ihrer Daten haben Jüngere aber offenbar weniger kritische Fragen als Ältere. Mit 39 Prozent hatte mehr als ein Drittel der Zehn- bis 15-Jährigen keine Bedenken, dass ihre Onlineaktivitäten zu Werbezwecken aufgezeichnet werden. 45 Prozent hatten geringe Bedenken, nur 14 Prozent äußerten große Bedenken. Über alle Altersklassen hinweg hatten zwar ebenfalls 43 Prozent geringe Bedenken wegen des Sammelns von Daten zu Werbezwecken, 36 Prozent hatten jedoch große Bedenken.

Mit 23 Prozent lesen weniger als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen zudem Datenschutzerklärungen vor der Zustimmung. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil fast doppelt so hoch. Den Zugriff auf geografische Standortdaten beschränken hingegen rund 42 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Insgesamt lag der Anteil bei allen Altersklassen bei rund 50 Prozent.

Die Daten stammen aus der jährlichen Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten.

(Y.Leyard--DTZ)

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