Deutsche Tageszeitung - Gouverneur von Arkansas legt Veto gegen geplantes Anti-Transgender-Gesetz ein

Gouverneur von Arkansas legt Veto gegen geplantes Anti-Transgender-Gesetz ein


Gouverneur von Arkansas legt Veto gegen geplantes Anti-Transgender-Gesetz ein
Gouverneur von Arkansas legt Veto gegen geplantes Anti-Transgender-Gesetz ein / Foto: ©

Der Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, hat sein Veto gegen ein geplantes Gesetz eingelegt, durch das Hormonbehandlungen für jugendliche Transsexuelle in dem US-Bundesstaat verboten werden sollen. Das Gesetzesvorhaben stelle einen zu drastischen Eingriff des Staates in die Privatsphäre minderjähriger Transsexueller, ihrer Eltern und Ärzte dar, argumentierte der als Konservativer innerhalb der Republikanischen Partei geltende Politiker am Montag (Ortszeit).

Textgröße ändern:

Sollte das Vorhaben Gesetz werden, "dann schaffen wir neue Standards der gesetzgeberischen Einmischung in die Angelegenheiten von Ärzten und Eltern, während sie es mit einer der komplexesten und sensibelsten Fragen mit Blick auf junge Menschen zu tun haben", sagte Hutchinson. Der Gesetzentwurf sei "gut gemeint". Der Staat dürfe sich jedoch "nicht anmaßen, sich ins Zentrum jeder medizinischen, menschlichen und ethischen Angelegenheit" zu stellen.

Der Gouverneur verwies auf zwei bereits von ihm unterzeichnete Gesetze, die Einschränkungen für Transsexuelle vorsehen. Eines der Gesetze erlaubt Ärzten, nicht notfallmäßige Behandlungen von Menschen auf der Grundlage ihrer religiösen oder weltanschaulichen Einstellungen abzulehnen. Das zweite Gesetz sieht den Ausschluss von Transfrauen aus Frauen-Sportteams vor.

Arkansas wolle kein Bundesstaat sein, der als abweisend gegenüber Homo- und Transsexuellen gesehen werde, sagte Hutchinson weiter. "Wir wollen eine Botschaft der Toleranz und Vielfalt senden." Der Gouverneur räumte zugleich ein, dass sein Veto durch eine einfache Mehrheit im Parlament des Bundesstaats überstimmt werden könne.

Die Zweigstelle der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) in Arkansas appellierte an das Parlament, sich nicht über das Veto des Gouverneurs hinwegzusetzen. "Dieses Veto gehört den tausenden Menschen in Arkansas, die sich gegen dieses diskriminierende Gesetz ausgesprochen haben - vor allem den jungen Menschen, Eltern und Kinderärzten, die nie aufgehört haben, gegen diesen Anti-Trans-Angriff zu kämpfen", erklärte die ACLU-Direktorin in Arkansas, Holly Dickinson.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden

Irans langjähriger oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei, soll dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am 9. Juli beerdigt werden - mehr als vier Monate nach seiner Tötung am ersten Tag des Iran-Krieges. Die ursprünglich für März geplante Beisetzung werde in Chameneis Heimatstadt, der nordöstlichen gelegenen heiligen Stadt Maschhad, erfolgen, berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Vorausgehen werden demnach dreitägige Trauerzeremonien in der Hauptstadt Teheran ab dem 4. Juli sowie eine Trauerzeremonie in der heiligen Stadt Ghom am 7. Juli.

SPD in Mecklenburg-Vorpommern wählt Schwesig erneut zu Spitzenkandidatin

Gut drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD ihre Landesliste aufgestellt und ein Wahlprogramm verabschiedet. Die Landesvertreterversammlung in Wismar wählte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Samstag mit 98,9 Prozent erneut auf Listenplatz eins und damit zur Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten.

FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat

Rund zehn Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die FDP ihren Landeschef Christopher Vogt zum Spitzenkandidaten gekürt. Ein Parteitag wählte den 42-Jährigen am Samstag in Neumünster auf Platz eins der Landesliste, wie die FDP mitteilte. Der Parteivorstand hatte Vogt im April nominiert. Er ist seit 2017 Fraktionschef der Liberalen im Landtag, seit 2024 ist er zusätzlich auch deren Landesvorsitzender.

SPD-Fraktionschef Ott ist Spitzenkandidat für Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, führt seine Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im kommenden Jahr. Der 52-Jährige wurde am Samstag bei einem Landesparteitag in Düsseldorf auf Platz eins der Landesliste gewählt, wie die nordrhein-westfälische SPD mitteilte. Der Landesvorstand hatte Ott bereits im Januar als Spitzenkandidaten vorgeschlagen. In Nordrhein-Westfalen wird am 25. April 2027 gewählt.

Textgröße ändern: