Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Journalisten von US-Militärzeitung klagen gegen ihre Entlassung durch das Pentagon
Noch Absprachebedarf: Länder erwägen weiteres Treffen zur Drohnenabwer
Kiesewetter fordert Abwehrmaßnahmen gegen möglichen Angriff Russlands
Norwegens König Harald V. in "extrem ernstem" Zustand - Familie am Krankenbett
Boulevard
Fast 400 Tote nach Sturzflut am Himalaya geborgen - 1400 Menschen vermisst
Nach der verheerenden Sturzflut am Himalaya hat sich die Zahl der Toten auf nahezu 400 erhöht. In Nepal wurden 389 Leichen geborgen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. In Tibet kamen nach Angaben der chinesischen Behörden drei Menschen ums Leben. Nach einem mutmaßlichen Gletscherabbruch war am Mittwoch eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm fast 170 Kilometer weit durch Nepal geströmt und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Helfer suchten in den Schlammmassen nach mehr als 1400 Vermissten, unter ihnen zahlreiche Ausländer.
Sport
Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe
Erst unterstützte Dennis Schröder die deutschen Basketballerinnen vom Spielfeldrand, dann führte der Nationalmannschaftskapitän den Weltmeister als Mann des Abends zum nächsten Sieg. Beim Doppelspieltag in Köln hat der Titelverteidiger seine Pflichtaufgabe gegen die Niederlande souverän gelöst und in der Qualifikation Kurs auf die WM 2027 gehalten. Auf den Tag genau ein Jahr vor dem Turnierbeginn in Katar schlug das Team von Bundestrainer Àlex Mumbrú den Außenseiter 99:83 (64:50). Dagegen verpatzten die Frauen beim Double-Header ihre Generalprobe für die Heim-WM in Berlin durch ein 62:63 (40:30) gegen die Türkei.
Letzte Nachrichten
Blinken fordert sofortige Freilassung von Hongkonger Pro-Demokratie-Aktivisten
US-Außenminister Antony Blinken hat die sofortige Freilassung von Hongkonger Dissidenten verlangt, die auf der Grundlage des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes angeklagt und verhaftet wurden. Im Online-Dienst Twitter verurteilte Blinken am Sonntag (Ortszeit) das Vorgehen gegen die pro-demokratischen Oppositionellen in der chinesischen Sonderverwaltungszone.
Erfolg für "Borat 2" bei Golden Globes
Doppelter Erfolg für den britischen Schauspieler Sacha Baron Cohen: Seine Satire "Borat Anschluss Moviefilm" ist bei der Golden-Globes-Verleihung am Sonntag (Ortszeit) als beste Filmkömödie ausgezeichnet worden. Er selbst wurde für seine Rolle in dem Film als bester Schauspieler in einer Komödie ausgezeichnet.
Mehr als 4700 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
In Deutschland sind innerhalb eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz auf 65,8.
Helena Zengel muss sich bei Golden Globes Jodie Foster geschlagen geben
Die Berliner Jungschauspielerin Helena Zengel hat bei den Golden Globes die Sensation verpasst: Die als beste Nebendarstellerin nominierte Zwölfjährige musste sich bei der Preisverleihung am Sonntagabend (Ortszeit) Hollywood-Star Jodie Foster geschlagen geben. Foster wurde für ihre Rolle in dem Terrorismus-Thriller "The Mauritanian" als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Korruptionsurteil gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy
In dem Pariser Korruptionsprozess gegen den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy wird am Montag das Urteil verkündet (13.30 Uhr). Die Anklage fordert zwei Jahre Gefängnis für den 66-Jährigen. Er soll einen Richter am Obersten Gerichtshof bestochen haben. Sarkozy bestreitet die Vorwürfe.
Golden Globes für "Nomadland" und "Borat 2"
Kein Trubel auf dem Roten Teppich und trotzdem jede Menge Glamour: Zur Golden-Globes-Verleihung am Sonntag (Ortszeit) haben sich Filmstars aus aller Welt virtuell zuschalten lassen - und dabei den großen Auftritt nicht gescheut. Große Erfolge konnten das Filmdrama "Nomadland" und der britische Schauspieler Sacha Baron Cohen für sich verbuchen. Leer ging die deutsche Jungschauspielerin Helena Zengel aus.
Golden-Globes-Verleihung im Lichte der Corona-Pandemie
In einem ungewöhnlichen Format hat am Sonntag (Ortszeit) die Verleihung der Golden Globes begonnen. Statt wie üblich im vollen Ballsaal in Beverly Hills fand die wichtige Filmpreisgala Corona-bedingt als virtuelle Veranstaltung zeitgleich in Kalifornien und in New York statt - die Preisträger wurden per Video zugeschaltet. Der erste Golden Globe für die beste männliche Nebenrolle ging an Daniel Kaluuya. Als beste Schauspielerin in der Kategorie Komödie/Musical wurde Rosamund Pike ausgezeichnet.
Südafrika verzeichnet "dramatischen" Rückgang bei Corona-Neuinfektionen
Angesichts eines drastischen Rückgangs bei den Corona-Neuinfektionen hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine Lockerung der Pandemie-bedingten Maßnahmen angekündigt. Die Zahl der Infektionen nehme "dramatisch" ab, sagte Ramaphosa am Sonntag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Die Alarmstufe wegen des Coronavirus in dem Land werde deshalb in der Nacht zum Montag von drei auf eins gesenkt.
UN-Vertreter: Lage im Jemen "schlimmste Entwicklungskrise der Welt"
Vor der internationalen Geberkonferenz für die Zivilbevölkerung im Jemen hat der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms für das arabische Land die dortige Lage als "schlimmste Entwicklungskrise der Welt" bezeichnet. "Der Jemen hat zwei Jahrzehnte an Entwicklungsfortschritten verloren", sagte Auke Lootsma im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Das Bürgerkriegsland sei derzeit "definitiv eines der ärmsten, wenn nicht das ärmste Land der Welt".
Merz erwägt Kandidatur für Bundestag
Nach seiner Niederlage bei der Wahl des CDU-Chefs erwägt Friedrich Merz eine Rückkehr in den Bundestag. Er wäre "nicht abgeneigt", im Hochsauerlandkreis für die Bundestagswahl im September anzutreten, sagte Merz der "Westfalenpost" (Montagsausgabe). Er sei bereits "von mehreren Stadtverbandsvorsitzenden im Sauerland gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, für den Wahlkreis anzutreten". Derzeit wird der Wahlkreis allerdings vom CDU-Innenexperten Patrick Sensburg im Bundestag vertreten.
Merz erwägt Kandidatur für Bundestag im Hochsauerlandkreis
Nach seiner Niederlage bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden erwägt Friedrich Merz eine Kandidatur im Hochsauerlandkreis für die Bundestagswahl im September. "Ich bin von mehreren Stadtverbandsvorsitzenden im Sauerland gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, für den Wahlkreis anzutreten", sagte der 65-Jährige der "Westfalenpost" (Montagsausgabe). "Ich bin nicht abgeneigt", fügte der frühere Unionsfraktionschef hinzu.
Trump betont Führungsanspruch bei Republikanern und flirtet mit Kandidatur 2024
Der frühere US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede seit Amtsende seinen Führungsanspruch bei den Republikanern unterstrichen und mit einer Präsidentschaftskandidatur 2024 geflirtet. Die Demokraten hätten bei der Wahl vom 3. November in Wirklichkeit "das Weiße Haus verloren", sagte Trump am Sonntag bei der Konservativen-Konferenz CPAC in Orlando vor jubelnden Anhängern. "Wer weiß, vielleicht werde ich mich entscheiden, sie ein drittes Mal zu schlagen."
Trump kritisiert Biden in erster Rede nach Amtsende scharf
Der frühere US-Präsident Donald Trump hat in seiner ersten Rede seit Amtsende seinen Nachfolger Joe Biden scharf kritisiert. Der Demokrat habe den "katastrophalsten ersten Monat" aller Präsidenten der modernen US-Geschichte hingelegt, sagte Trump am Sonntag bei der konservativen Konferenz CPAC in Orlando im Bundesstaat Florida. Die Regierung sei "Anti-Jobs, Anti-Familie, Anti-Grenzen, Anti-Energie, Anti-Frauen, Anti-Wissenschaft".
Facebook zahlt in den USA 650 Millionen Dollar wegen Verletzung von Privatsphäre
Zur Beilegung eines Rechtsstreits um die Verletzung der Privatsphäre von 1,6 Millionen Nutzern in den USA zahlt der Internetkonzern Facebook 650 Millionen Dollar (538 Millionen Euro) Entschädigung. Wie aus Dokumenten hervorgeht, in die die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag Einsicht hatte, billigte ein Bundesgericht die Vereinbarung zwischen Facebook und 1,6 Millionen seiner Nutzer im Bundesstaat Illinois.
EU-Außenbeauftragter verurteilt Gewalt gegen Demonstranten in Myanmar
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die erneute Gewalt gegen Demonstranten in Myanmar verurteilt und die Verhängung weiterer Sanktionen gegen die Führung des südostasiatischen Landes bekräftigt. "Gewalt wird dem illegalen Sturz der demokratisch gewählten Regierung keine Legitimität verschaffen", erklärte Borrell am Sonntag in Brüssel. "Mit Schüssen gegen unbewaffnete Zivilisten haben die Sicherheitskräfte eine eklatante Missachtung des internationalen Rechts gezeigt und sie müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden."
Wieder verloren: Leverkusen tief in der Krise
Bayer Leverkusen verliert die Champions-League-Plätze aus den Augen und rutscht immer tiefer in die Krise. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz unterlag dem SC Freiburg drei Tage nach dem frühzeitigen Aus in der Europa League nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung mit 1:2 (0:0). Von der Königsklasse ist die Werkself als Sechster fünf Punkte entfernt.
Iran lehnt informelles Treffen mit den USA zur Beilegung von Atomstreit ab
Teheran hat dem EU-Vorschlag für ein informelles Treffen zwischen dem Iran und den USA zur Wiederbelebung des Atomabkommens eine Absage erteilt. Die USA müssten zuerst ihre Sanktionen gegen den Iran aufheben, erklärte das Außenministerium in Teheran am Sonntag. Die US-Regierung reagierte "enttäuscht", bekräftigte aber ihre grundsätzlich Bereitschaft zu einer Wiederbelebung des Abkommens auf diplomatischem Wege.
Teheran: Kein geeigneter Zeitpunkt für Treffen zu Atomabkommen
Teheran hat dem EU-Vorschlag für ein informelles Treffen zwischen dem Iran und den USA zur Wiederbelebung des Atomabkommens vorerst eine Absage erteilt. Die USA müssten zuerst ihre Sanktionen gegen den Iran aufheben, erklärte das Außenministerium in Teheran am Sonntag. Zugleich sicherte es zu, mit den an dem Abkommen beteiligten Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der EU im Gespräch zu bleiben.
Neue WTO-Generaldirektorin Okonjo-Iweala tritt ihr Amt an
Zwei Wochen nach ihrer Ernennung zur neuen WTO-Generaldirektorin tritt die Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala am Montag offiziell ihr Amt an der Spitze der Welthandelsorganisation an. Die 66-jährige Entwicklungsökonomin war Mitte Februar als erste Frau zur WTO-Chefin ernannt worden. Sie ist auch die erste Afrikanerin in dem Amt, das vor ihr der Brasilianer Roberto Azevêdo innehatte.
Geberkonferenz für den Jemen will mehr als drei Milliarden Euro einsammeln
Bei einer von der UNO, der Schweiz und Schweden organisierten Geberkonferenz für den Jemen will die internationale Gemeinschaft am Montag Hilfsgelder für die unter dem jahrelangen Krieg leidende Zivilbevölkerung mobilisieren. Die UNO gab als Ziel aus, rund 3,2 Milliarden Euro bei dem virtuellen Treffen in Genf einzusammeln.
Mützenich dringt auf gemeinsame Kriterien von Bund und Ländern für Corona-Lockerungen
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat auf gemeinsame Kriterien von Bund und Ländern für weitere Lockerungen und Rücknahmen der Corona-Restriktionen gedrungen. "Die Menschen müssen endlich wissen, wann und nach welchen Kriterien gelockert oder gegebenenfalls auch wieder verschärft wird", sagte Mützenich der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Das gelte für Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, aber auch für einzelne Öffnungsschritte.
Polizei in Thailand setzt Gummigeschosse und Tränengas gegen Demonstranten ein
Erstmals seit Monaten sind Polizisten in Bangkok wieder mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten der thailändischen Demokratiebewegung vorgegangen. Rund 2000 Menschen demonstrierten am Sonntag vor einer Militärkaserne, in der Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha lebt. Als hunderte Demonstranten versuchten, eine Absperrung um die Kaserne zu überwinden, kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Geiger und Althaus führen Mixed-Team zu WM-Gold
Deutschlands Skisprung-Team hat zum vierten Mal in Folge WM-Gold im Mixed-Wettbewerb gewonnen. Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Anna Rupprecht und der neue Vizeweltmeister Karl Geiger siegten in Oberstdorf nach acht Sprüngen in einem spannenden Wettkampf mit 1000,8 Punkten vor Norwegen (995,6) und Österreich (986,5). Für Gastgeber Deutschland war es die erste Goldmedaille bei den Titelkämpfen im Allgäu.
Ultra-orthodoxe Juden bewerfen an Purim-Feiertag Polizisten mit Steinen
Bei den Feierlichkeiten zum jüdischen Purim-Fest haben dutzende ultra-orthodoxe Juden in Jerusalem Steine auf Polizisten geworfen. Die Beamten hatten am Sonntag im größtenteils von strenggläubigen Juden bewohnten Stadtviertel Mea Shearim Polizeipuppen von Stromleitungen entfernen wollen, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Manche Bewohner nannten die Polizisten "Nazis", andere warfen Flaschen und Steine, wie ein AFP-Reporter berichtete.
Bereits mehr als 20 Millionen Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft
In Großbritannien haben inzwischen mehr als 20 Millionen der 66 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis zum Schutz vor Covid-19 erhalten. Dies sei "eine riesige nationale Leistung", erklärte Premierminister Boris Johnson am Sonntag. Er dankte den an der Impfkampagne beteiligten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich für ihre "unermüdliche Arbeit". Experten bereitet derweil die Entdeckung der brasilianischen Corona-Mutante im Vereinigten Königreich Sorge.
Schon 20 Millionen Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft
In Großbritannien haben mittlerweile mehr als 20 Millionen der 66 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis zum Schutz vor einer Corona-Infektion erhalten. Dies sei "eine riesige nationale Leistung", erklärte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag. Er dankte den an der Impfkampagne beteiligten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich für ihre "unermüdliche Arbeit".
Tschechien will russischen Corona-Impfstoff Sputnik V einsetzen
Angesichts der zähen Impffortschritte will Tschechien jetzt auch das russische Corona-Vakzin Sputnik V einsetzen. Nach Absprache mit Regierungschef Andrej Babis habe er in einem Schreiben an Kreml-Chef Wladimir Putin um die Lieferung von Sputnik V gebeten, sagte der tschechische Präsident Milos Zeman am Sonntag im Fernsehsender TV Prima. Er schloss auch den Einsatz des Corona-Vakzins des chinesischen Herstellers Sinopharm nicht aus.
Russland bringt ersten Satelliten zur Erforschung des Arktis-Klimas ins All
Russland hat seinen ersten Satelliten zur Überwachung des Klimas in der Arktis ins All gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, beförderte am Sonntag eine Sojus-Rakete den Satelliten Arktika-M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in den Weltraum. Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin erklärte im Onlinedienst Twitter, nach dem Start sei die Kommunikation mit dem Satelliten planmäßig hergestellt worden.
Bukele hofft bei Parlamentswahl in El Salvador auf absolute Mehrheit
El Salvador hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Vor den Wahllokalen in dem zentralamerikanischen Land bildeten sich ab 07.00 Uhr Ortszeit (14.00 MEZ) lange Schlangen. Jüngsten Umfragen zufolge darf sich Präsident Nayib Bukele, dem die Opposition zunehmend autoritäre Methoden vorwirft, Hoffnungen auf eine absolute Mehrheit für seine Partei machen. Mit ersten Hochrechnungen wird am Sonntagabend gerechnet, bis zu einem offiziellen Ergebnis könnte es bis zu zwei Wochen dauern.
Zentner-Blackout bremst Mainzer Aufholjagd
Die furiose Aufholjagd des FSV Mainz 05 im "geilsten Abstiegskampf" ist durch einen Blackout von Torwart Robin Zentner ins Stocken geraten. Das nach einer katastrophalen Hinrunde bereits abgeschlagene Team von Trainer Bo Svensson verlor am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg mit 0:1 (0:1) und verpasste den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Auf Rang 17 beträgt der Rückstand auf Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 18 Punkte) weiter einen Zähler.
Forderungen nach einer Lockerung der Impfreihenfolge
Wegen des liegen gebliebenen Corona-Impfstoffs von Astrazeneca mehren sich Forderungen nach einer Lockerung der Impfreihenfolge, um das Vakzin flexibler verabreichen zu können. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schlug in einer Zeitung vor, hunderttausende ungenutzte Dosen aus den Depots der Bundesländer zur Impfung für alle freizugeben. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, Astrazeneca sofort für alle Menschen unter 65 in den drei Prioritätengruppe zur Verfügung zu stellen. Söder sagte nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview: "Bevor er liegen bleibt: impfen, wer will. Es darf keine Dose von Astrazeneca übrig bleiben oder weggeschmissen werden." Denn jeder Geimpfte schütze sich und andere. Deutschland müsse beim Impfen Tempo machen, verlangte Söder: "Jeder Tag zählt." Es könne nicht sein, dass einerseits zu wenig Impfstoff vorhanden sei, aber andererseits Astrazeneca-Vakzin "in hohen Zahlen nicht verimpft wird". Der bayerische Regierungschef strebt daher eine bundesweite Regelung an, für das Astrazeneca-Vakzin die Impfreihenfolge zu lockern. Zudem solle der Impfstoff auch durch Hausärzte verabreicht werden können. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, den Zugang zu Impfstoff für alle Bevölkerungsgruppen zu öffnen, solange einige Vakzine auf Vorbehalte stoßen. "Die Priorisierung ist unbedingt wichtig - zumindest solange der Impfstoff noch Mangelware ist. Zugleich können wir es uns nicht leisten, dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen. Dann müssen wir dieses strenge Regiment auflockern und Menschen impfen, die nach der Priorisierung noch nicht an der Reihe wären", sagte Kretschmann der "Welt am Sonntag". Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca stößt in Deutschland auf Akzeptanzprobleme. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt das Mittel bisher nur für Menschen unter 65 Jahren, hat aber angekündigt, ihre Empfehlung rasch zu ändern. Auch SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sagte nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview, das Präparat von Astrazeneca solle auch bei über 65-jährigen "sofort eingesetzt werden dürfen". Darüber hinaus forderte der Epidemiologe, der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung solle "bei allen Impfstoffen innerhalb der Zulassung soweit gestreckt werden wie möglich". Mit möglichst vielen Erstimpfungen gelinge es, Menschen vor schwerer Krankheit und Tod zu bewahren. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) forderte ebenfalls eine Aufhebung der Priorisierung bei Astrazeneca. "Die Priorisierung ist ein Mittel der Mangelverwaltung", sagte er nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. "Jetzt sehen wir, dass mehr davon vorhanden ist, als kurzfristig verimpft werden kann." Mit der Öffnung ließen sich schnell Fortschritte erzielen. Perspektivisch könnten auch die Hausärzte die Patienten aufklären und Vertrauen in den Impfstoff schaffen. Kretschmer schloss zugleich eine Impfpflicht für die Zukunft nicht aus. Zwar sei jetzt "der falsche Zeitpunkt für diese Debatte". In einigen Monaten will er seine Position aber überdenken. "Reden wir mal Ende des Sommers darüber." Möglicherweise stelle sich diese Frage dann neu. "Wenn sechzig, siebzig Prozent geimpft sind, dann kann man noch mal über die Impfpflicht reden." (A.Nikiforov--DTZ)
Deutschland: 7890 Corona-Neuinfektionen, 70.045 Tote
In Deutschland sind inzwischen mehr als 70.000 Menschen an oder mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen mitteilte, wurden innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden 157 weitere Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten stieg damit auf 70.045. Seit Pandemie-Beginn wurden fast 2,5 Millionen Corona-Infektionen behördlich registriert. Bei den Todesfällen werden sowohl Menschen gezählt, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war. Das RKI meldete am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter 7890 neu festgestellte Corona-Infektionen. Damit liegt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wie bereits am Samstag bei 63,8. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 2.442.336. Etwa 2.248.400 Menschen gelten als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt seit Tagen um die Marke 60. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann erneut sank und nun den dritten Tag in Folge wieder zunahm. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Die Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen. Ziel von Bund und Ländern ist es derzeit, den Wert auf unter 35 zu drücken. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. (S.A.Dudajev--DTZ)