Deutsche Tageszeitung - Studie: Missbräuchlicher Tabakkonsum nimmt in Deutschland zu

Studie: Missbräuchlicher Tabakkonsum nimmt in Deutschland zu


Studie: Missbräuchlicher Tabakkonsum nimmt in Deutschland zu
Studie: Missbräuchlicher Tabakkonsum nimmt in Deutschland zu / Foto: ©

Trotz Aufklärungskampagnen und Warnungen von Ärzten hat der missbräuchliche Konsum von Tabak in Deutschland weiter bedenklich zugenommen. Die Zahl der Exzessivraucher sei innerhalb von zehn Jahren um fast 80 Prozent gestiegen, erklärte die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Donnerstag. Demnach wurden im Jahr 2019 bundesweit rund 112.000 KKH-Versicherte wegen Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, eines akuten Tabakrauschs oder psychischer Probleme durch Tabak behandelt.

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Am kritischsten sei die Lage in Thüringen, wo der Anteil an exzessiven Rauchern um rund 146 Prozent gestiegen sei. Das geringste Plus verzeichnete die KKH demnach mit 45 Prozent im Saarland. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher sein, erklärte die Krankenkasse.

Einer Forsa-Erhebung im Auftrag der KKH zufolge greifen 17 Prozent aller befragten Raucher seit der Corona-Pandemie häufiger zur Zigarette. Nur drei Prozent der Befragten hätten in dieser Zeit mit dem Rauchen aufgehört. Mit rund 80 Prozent raucht die große Mehrheit von ihnen Zigaretten.

Nur rund 13 Prozent griffen zur E-Zigarette, Zigarillos rauchten weniger als halb so viele der Befragten. Cannabis, Marihuana oder Haschisch rauchten laut Umfrage nur jeweils vier Prozent. Wasserpfeifen landeten mit zwei Prozent auf dem letzten Platz der Rauchwaren.

Für die Erhebung wurden im vergangenen Jahr 1005 Menschen im Alter von 16 bis 69 Jahren online befragt. Die KKH zählt mit mehr als 1,6 Millionen Versicherten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen.

(O.Tatarinov--DTZ)

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