Deutsche Tageszeitung - Population des Iberischen Luchses hat sich mehr als verzehnfacht

Population des Iberischen Luchses hat sich mehr als verzehnfacht


Population des Iberischen Luchses hat sich mehr als verzehnfacht
Population des Iberischen Luchses hat sich mehr als verzehnfacht / Foto: ©

Die Population des einst vom Aussterben bedrohten Iberischen Luchses hat sich in den vergangenen 18 Jahren mehr als verzehnfacht. Im Jahr 2020 seien in Spanien und Portugal 414 Luchse auf die Welt gekommen, teilte das spanische Ministerium für ökologischen Übergang am Freitag mit. Damit stieg die Gesamtpopulation der Tiere, die nur in den beiden südeuropäischen Ländern vorkommen, auf 1111.

Textgröße ändern:

Anfang des 20. Jahrhunderts durchstreiften noch etwa 100.000 Iberische Luchse die beiden Länder. 2002 war ihre Zahl auf nicht einmal 100 Raubtiere gesunken. Der Bestand war durch den zunehmenden Städtebau, die Jagd, den Straßenverkehr und vor allem den krankheitsbedingten Rückgang der Wildkaninchenpopulation - die Hauptbeute des Luchses - stark reduziert worden.

Dank eines Zuchtprogramms mit in Gefangenschaft lebenden Luchsen und anschließender Auswilderung hat sich die Population inzwischen erholt. Dennoch seien nach Expertenangaben weiterhin Schutzprogramme notwendig, "da die Spezies nicht außer Gefahr ist", warnte das Ministerium.

Der Iberische Luchs ist etwas größer als ein Rotfuchs und zeichnet sich durch seinen charakteristischen weiß-schwarzen Backenbart und schwarze Pinselhaare an den Ohren aus.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehrere Jugendliche schwer verletzt

Bei den anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind inzwischen mehrere Jugendliche schwer verletzt worden: Einem 15 Jahre alten Schüler wurde am Montag im nordfranzösischen Lens durch die Explosion einer Polizeigranate die Hand abgerissen. In knapp 590 Schulen kam es erneut zu Unruhen. In Paris legten Randalierer Feuer am Eingang einer Schule, während sich Schüler im Inneren aufhielten.

Wegen Verfolgung von Frauen: Strafgericht erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Minister

Wegen der Verfolgung von Frauen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen zwei afghanische Minister veröffentlicht, die für die Bildungspolitik in dem Land zuständig sind. Es gebe "hinreichende Anhaltspunkte", dass Bildungsminister Habibullah Agha und Hochschulminister Mohammad Nadim für Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung verantwortlich seien, erklärte die Vorverfahrenskammer am Montag. Diese richteten sich "gegen Mädchen, Frauen und andere Menschen, die sich nicht der Politik der Taliban in Bezug auf Geschlechteridentitäten unterwerfen".

Urteil: Preiserhöhung von Extraenergie trotz Preisgarantie unzulässig

Eine Preiserhöhung für Strom und Gas trotz Preisgarantie des Anbieters ist unzulässig. Das entschied am Montag das Oberlandesgericht Hamm. Demnach waren alle Preiserhöhungen des Unternehmens Extraenergie zum 1. September, 1. November und 1. Dezember 2022 unwirksam. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden gelte der ursprünglich gezahlte Preis. (Az. 2 VKl 2/23)

Duisburg: 16-Jähriger zweimal in wenigen Stunden mit geklauten Fahrzeugen erwischt

Zweimal innerhalb weniger Stunden ist ein 16-Jähriger in Duisburg mit gestohlenen Fahrzeugen erwischt worden. Zunächst meldete ein 22-Jähriger am Samstagabend, dass sein Motorrad entwendet wurde, wie die Polizei am Montag in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Über einen Ortungssensor und eine App auf dem Smartphone des Geschädigten entdeckten die Beamten den 16-jährigen Dieb und das Fahrzeug auf einer Straße.

Textgröße ändern: