Deutsche Tageszeitung - Vermutlich Tote durch Ausfall der Notrufnummern in Frankreich

Vermutlich Tote durch Ausfall der Notrufnummern in Frankreich


Vermutlich Tote durch Ausfall der Notrufnummern in Frankreich
Vermutlich Tote durch Ausfall der Notrufnummern in Frankreich / Foto: ©

Eine technische Panne hat in Frankreich zu einem mehrstündigen Ausfall der Notrufnummern geführt - mit schwerwiegenden Folgen. Nach Angaben der Regierung vom Donnerstag sind vermutlich mindestens drei Todesfälle darauf zurückzuführen. Innenminister Gérald Darmanin nannte die Panne bei dem größten Telekom-Anbieter Orange "gravierend und inakzeptabel".

Textgröße ändern:

Durch den Ausfall waren die Nummern der französischen Rettungsdienste wie die "112" zwischen Mittwochabend um 18 Uhr und Mitternacht landesweit nicht zu erreichen. Auch bei Polizei und Feuerwehr kamen viele Anrufer nicht durch. Innenminister Darmanin sagte, nach bisherigen Erkenntnissen hätten drei Herzkranke nicht rechtzeitig Hilfe holen können. Sein Umfeld bestätigte, dass die drei Menschen gestorben seien.

Der Chef des Telekom-Anbieters Orange, Stéphane Richard, wurde deshalb ins Innenministerium zitiert. Orange - das frühere Staatsunternehmen France Télécom - bat die Kunden für die Panne um Entschuldigung. Techniker arbeiteten "mit Hochdruck daran, die Dienste so bald wie möglich wieder voll zugänglich zu machen", erklärte der Konzern. Einen Hackerangriff schloss ein Insider aus.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels

In Südafrika haben erneut hunderte Menschen gegen irreguläre Migranten im Land protestiert. Am Montag beteiligten sich rund 300 Teilnehmer an dem fremdenfeindlichen Protest während eines Treffens der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in der Küstenstadt Durban. Die Protestanführerin Jacinta Ngobese-Zuma forderte die dort versammelten Staats- und Regierungschefs auf, "ihre Leute zurückzuholen, die sich illegal in Südafrika aufhalten".

Vor Wahlen: Gericht in Russland bestätigt Ausschluss von Anti-Kriegs-Partei Jabloko

Die russische Anti-Kriegs-Partei Jabloko darf wie erwartet nicht bei den Parlamentswahlen im September antreten. Der Oberste Gericht in Moskau bestätigte nach Parteiangaben am Montag den Ausschluss von den Wahlen. Bei einer Versammlung von Jabloko-Anhängern vor dem Gerichtsgebäude wurden nach Parteiangaben rund 60 Menschen festgenommen. Ein anderes Gericht verurteilte derweil den Jabloko-Politiker Lew Schlosberg zu mehr als elf Jahren Haft.

Missbrauchsurteil: Trump scheitert mit Einspruch gegen Entschädigungszahlung

US-Präsident Donald Trump ist mit seinem Einspruch gegen eine Entschädigungszahlung wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung in letzter Instanz gescheitert. Der Oberste Gerichtshof der USA wies Trumps Rechtsmittel am Montag ab. Das Urteil zu einer Zahlung in Höhe von 5,6 Millionen Dollar (4,83 Millionen Euro) an die frühere Journalistin E. Jean Carroll ist damit rechtskräftig.

Leichte Entspannung in Brandgebiet Hohes Venn - Dienstag droht aber starker Wind

Regen und eine günstige Windsituation haben die Situation im Brandgebiet im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn am Montag etwas beruhigt. Entwarnung für den teilweise evakuierten deutschen Eifelort Monschau gab es aber noch nicht, wie Bürgermeisterin Carmen Krämer (parteilos) sagte. "Der Regen hat zwar ein bisschen gut getan, aber der hat natürlich nicht das Feuer gelöscht."

Textgröße ändern: