Deutsche Tageszeitung - Stars rufen G7-Staaten zum Abgeben von Corona-Impfdosen an arme Länder auf

Stars rufen G7-Staaten zum Abgeben von Corona-Impfdosen an arme Länder auf


Stars rufen G7-Staaten zum Abgeben von Corona-Impfdosen an arme Länder auf
Stars rufen G7-Staaten zum Abgeben von Corona-Impfdosen an arme Länder auf / Foto: ©

Vor dem G7-Gipfel ab Freitag haben Dutzende Stars wie Katy Perry und David Beckham die sieben führenden Industriestaaten aufgerufen, Corona-Impfdosen an ärmere Länder abzugeben. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan sollten mindestens 20 Prozent ihrer Impfstofflieferungen zwischen Juni und August spenden, forderten rund 30 Prominente in einem Brief an die G7-Länder. Dies entspräche 150 Millionen Impfdosen.

Textgröße ändern:

"Die Welt hat anderthalb Jahre damit zugebracht, die Corona-Pandemie zu bekämpfen", heißt es in dem Schreiben. Dennoch breite sich das Coronavirus in vielen Ländern weiter aus und entwickele neue Varianten "mit dem Potenzial, uns alle dorthin zurückzuwerfen, wo wir angefangen haben". Dies wiederum würde weitere Schulschließungen, Beeinträchtigungen der Gesundheitssystem und wirtschaftliche Schäden bedeuten und "die Zukunft von Familien und Kinder überall gefährden".

Zu den Unterzeichnern des Appells gehören auch einige Sonderbotschafter des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Aus der Filmbranche beteiligten sich die Schauspieler Liam Neeson und Perrys Lebensgefährte Orlando Bloom und ihre Kolleginnen Priyanka Chopra Jonas und Whoopi Goldberg. Auch die Sängerinnen Billie Eilish und Angelique Kidjo machten mit, außerdem Formel-eins-Fahrer Fernando Alonso und Tennis-Star Andy Murray.

Der G7-Gipfel unter britischem Vorsitz startet am Freitag in Carbis Bay im südenglischen Cornwall. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt teil.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Unfall in Hessen: 65-Jähriger auf Autobahn überfahren

Auf einer Autobahn in Hessen ist ein 65-jähriger Mann überfahren und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei in Wiesbaden berichtete, hatte der Mann zuvor in der Nacht zum Dienstag nach einem Unfall auf der A3 kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd sein Auto verlassen.

Schülerproteste in Frankreich: Mehrere Jugendliche schwer verletzt

Bei den anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind inzwischen mehrere Jugendliche schwer verletzt worden: Einem 15 Jahre alten Schüler wurde am Montag im nordfranzösischen Lens durch die Explosion einer Polizeigranate die Hand abgerissen. In knapp 590 Schulen kam es erneut zu Unruhen. In Paris legten Randalierer Feuer am Eingang einer Schule, während sich Schüler im Inneren aufhielten.

Wegen Verfolgung von Frauen: Strafgericht erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Minister

Wegen der Verfolgung von Frauen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen zwei afghanische Minister veröffentlicht, die für die Bildungspolitik in dem Land zuständig sind. Es gebe "hinreichende Anhaltspunkte", dass Bildungsminister Habibullah Agha und Hochschulminister Mohammad Nadim für Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung verantwortlich seien, erklärte die Vorverfahrenskammer am Montag. Diese richteten sich "gegen Mädchen, Frauen und andere Menschen, die sich nicht der Politik der Taliban in Bezug auf Geschlechteridentitäten unterwerfen".

Urteil: Preiserhöhung von Extraenergie trotz Preisgarantie unzulässig

Eine Preiserhöhung für Strom und Gas trotz Preisgarantie des Anbieters ist unzulässig. Das entschied am Montag das Oberlandesgericht Hamm. Demnach waren alle Preiserhöhungen des Unternehmens Extraenergie zum 1. September, 1. November und 1. Dezember 2022 unwirksam. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden gelte der ursprünglich gezahlte Preis. (Az. 2 VKl 2/23)

Textgröße ändern: