Deutsche Tageszeitung - Zikadenschwarm stoppt Bidens Pressetross auf Weg nach Europa

Zikadenschwarm stoppt Bidens Pressetross auf Weg nach Europa


Zikadenschwarm stoppt Bidens Pressetross auf Weg nach Europa
Zikadenschwarm stoppt Bidens Pressetross auf Weg nach Europa / Foto: ©

Ein Zikadenschwarm hat den Abflug des Presseflugzeugs von US-Präsident Joe Biden zu dessen diplomatischer Rundtour durch Europa stundenlang verzögert. Der Flug für dutzende Journalisten, die den US-Präsident nach Europa begleiten, sollte ursprünglich am Dienstagabend um 21.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) starten. Da ein Schwarm der daumengroßen Insekten die Triebwerke der Maschine befiel, musste jedoch ein anderes Flugzeug für die zunehmend genervten Medienvertreter bereitgestellt werden.

Textgröße ändern:

"An diese nicht enden wollende Flugverspätung werde ich mich noch in 17 Jahren erinnern, Zikaden", drohte der CNN-Korrespondent Phil Mattingly den Insekten scherzhaft bei Twitter.

Alle 17 Jahre schlüpfen in den USA Milliarden Zikaden gleichzeitig. Fast zwei Jahrzehnte leben die Larven in der Erde, bevor sie dann in Massen hervorkommen und mit ohrenbetäubendem Lärm die Luft erfüllen - in einem riesigen Gebiet, das von Washington im Osten über Illinois im Mittleren Westen bis nach Georgia im Süden reicht.

Als die lärmenden Zikaden das letzte Mal aus der Erde hervorkamen, war George W. Bush US-Präsident, das Online-Netzwerk Facebook war gerade erst gegründet worden und Athen bereitete sich auf die Olympischen Sommerspiele vor.

Biden selbst sollte Washington am Mittwochvormittag (Ortszeit) verlassen und wird sich dann vermutlich mit größeren Problemen als den kleinen Insekten herumschlagen müssen. Ihn erwartet ein regelrechter Gipfel-Marathon, beginnend mit dem G7-Gipfel am Freitag in Großbritannien. Das vermutlich schwierigste Gespräch steht Biden am Ende seiner Reise bevor: In Genf trifft er am kommenden Mittwoch den russischen Staatschef Wladimir Putin.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Unfall in Hessen: 65-Jähriger auf Autobahn überfahren

Auf einer Autobahn in Hessen ist ein 65-jähriger Mann überfahren und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei in Wiesbaden berichtete, hatte der Mann zuvor in der Nacht zum Dienstag nach einem Unfall auf der A3 kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd sein Auto verlassen.

Schülerproteste in Frankreich: Mehrere Jugendliche schwer verletzt

Bei den anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind inzwischen mehrere Jugendliche schwer verletzt worden: Einem 15 Jahre alten Schüler wurde am Montag im nordfranzösischen Lens durch die Explosion einer Polizeigranate die Hand abgerissen. In knapp 590 Schulen kam es erneut zu Unruhen. In Paris legten Randalierer Feuer am Eingang einer Schule, während sich Schüler im Inneren aufhielten.

Wegen Verfolgung von Frauen: Strafgericht erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Minister

Wegen der Verfolgung von Frauen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen zwei afghanische Minister veröffentlicht, die für die Bildungspolitik in dem Land zuständig sind. Es gebe "hinreichende Anhaltspunkte", dass Bildungsminister Habibullah Agha und Hochschulminister Mohammad Nadim für Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung verantwortlich seien, erklärte die Vorverfahrenskammer am Montag. Diese richteten sich "gegen Mädchen, Frauen und andere Menschen, die sich nicht der Politik der Taliban in Bezug auf Geschlechteridentitäten unterwerfen".

Urteil: Preiserhöhung von Extraenergie trotz Preisgarantie unzulässig

Eine Preiserhöhung für Strom und Gas trotz Preisgarantie des Anbieters ist unzulässig. Das entschied am Montag das Oberlandesgericht Hamm. Demnach waren alle Preiserhöhungen des Unternehmens Extraenergie zum 1. September, 1. November und 1. Dezember 2022 unwirksam. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden gelte der ursprünglich gezahlte Preis. (Az. 2 VKl 2/23)

Textgröße ändern: