Deutsche Tageszeitung - Tiktok-Video mit autofahrendem Zwölfjährigen führt zu Strafanzeige gegen Vater

Tiktok-Video mit autofahrendem Zwölfjährigen führt zu Strafanzeige gegen Vater


Tiktok-Video mit autofahrendem Zwölfjährigen führt zu Strafanzeige gegen Vater
Tiktok-Video mit autofahrendem Zwölfjährigen führt zu Strafanzeige gegen Vater / Foto: ©

Ein Tiktok-Video hat einem Vater aus Pirmasens eine Strafanzeige eingebracht. Der 33-Jährige filmte seinen zwölfjährigen Sohn, wie er mit seinem Auto auf einem Parkplatz fuhr, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Diese wurde zufällig auf das im Online-Dienst Tiktok hochgeladene Video aufmerksam.

Textgröße ändern:

Die Qualität des Videos sei so gut gewesen, dass schnell die Identität des Vaters geklärt werden konnte, hieß es von den Ermittlern in Rheinland-Pfalz. Den Vater erwartet den Angaben zufolge nun eine Anzeige wegen Duldens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Anders als vielfach angenommen, ist auch das Fahren ohne Führerschein auf öffentlich zugänglichen Parkplätzen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat. Und wer sein Auto für die Übungsrunden überlässt, kann gleichfalls eine Anzeige bekommen. Betroffenen droht nach Paragraf 21 Straßenverkehrsgesetz Geldbuße oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Zulässig sind solche Übungsstunden nur auf einem abgezäunten Privatgrundstück, das für andere Verkehrsteilnehmer nicht zugänglich ist - oder eben auf einem offiziellen Verkehrsübungsplatz.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen

Das Landgericht Bremen hat einen 33-Jährigen wegen Mordes an seiner Exfreundin auf offener Straße zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten aus der Haft nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.

Kabinettsbeschluss: Neues Gesetz soll Angriffe auf Einsatzkräfte strenger ahnden

Durch Strafverschärfungen will die Bundesregierung bestimmte Berufsgruppen besser vor Übergriffen im Alltag schützen. In dem am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf geht es nach Angaben des Bundesjustizministeriums insbesondere um Menschen, deren berufliche Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens besonders wichtig ist: Polizistinnen und Polizisten, Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher, Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Beschäftigte der Bahn, kommunaler Verkehrsbetriebe oder Energieversorger.

Mietwagen unberechtigt verkauft: Käufer darf Auto laut Gericht behalten

Ein Käufer darf laut einer Gerichtsentscheidung einen von einem Mieter unberechtigt verkauften Mietwagen behalten. Wie das Landgericht Köln am Mittwoch mitteilte, vermietete eine Autovermietung den nahezu neuen Wagen für fünf Tage. Noch am selben Tag verkaufte der Mieter den Mittelklassewagen für 25.000 Euro. Der Käufer hatte sich Fahrzeugpapiere und Personalausweis des Verkäufers zeigen lassen und die Fahrzeugnummer überprüft.

Drei Syrer wegen Mitgliedschaft in islamistischer Rebellengruppe in Berlin vor Gericht

Wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in einer Rebellengruppe in Syrien müssen sich seit Mittwoch drei Männer vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Sie sollen laut Anklage der Bundesanwaltschaft zwischen 2012 und 2014 Mitglieder der radikalislamischen Liwa-al-Tawhid-Brigaden gewesen sein. Ziele der Gruppe waren eine Bekämpfung der Staatsführung von Präsident Baschar al-Assad und die Errichtung eines Gottesstaats auf Grundlage der Scharia.

Textgröße ändern: