Deutsche Tageszeitung - Gesundheitsminister: Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt

Gesundheitsminister: Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt


Gesundheitsminister: Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt
Gesundheitsminister: Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt / Foto: ©

Nach Belgien hat am Samstag auch Großbritannien die ersten Infektionen mit der neuen Corona-Variante Omikron gemeldet. Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, es seien zwei miteinander in Verbindung stehende Fälle entdeckt worden, bei denen es einen Zusammenhang mit einer Reise ins südliche Afrika gebe. Zudem kündigte er an, vier weitere afrikanische Staaten auf die Liste mit Reisebeschränkungen zu setzen.

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Die Regierung habe "rasch" gehandelt, erklärte Javid. Ein Fall wurde laut den Gesundheitsbehörden in der mittelenglischen Stadt Nottingham, der andere in Chelmsford östlich der Hauptstadt London entdeckt worden. Die Betroffenen seien in Isolation, die Kontaktnachverfolgung dauere an, sagte Javid.

Großbritannien hatte am Freitag bereits Reisebeschränkungen für Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Simbabwe und Botsuana verhängt. Ab Sonntagfrüh sind nun auch Einreisen aus Malawi, Mosambik, Sambia und Angola betroffen.

Die britische Regierung war zu Beginn der Pandemie heftig für ihre Reise- und Quarantänepolitik kritisiert worden, als sie die Grenzen für ausländische Reisende offen hielt, während die Infektionsraten in die Höhe schnellten.

Die neue Variante, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als "besorgniserregend" eingestuft wird, war am Donnerstag in Südafrika erstmals weltweit gemeldet worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Als erstes Land in Europa hatte Belgien am Freitag einen bestätigten Infektionsfall mit der neuen Omikron-Variante gemeldet. Die EU-Staaten wollen mit Flugbeschränkungen für Länder des südlichen Afrika, mit Tests, Quarantäne und Kontaknachverfolgungen eine befürchtete rasante Ausbreitung der Variante verhindern. In Deutschland gibt es bisher einen Verdachtsfall in Hessen.

(W.Uljanov--DTZ)

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