Deutsche Tageszeitung - Kreise: Kanadischer Musiker Drake erwirkt Rücknahme von Grammy-Nominierungen

Kreise: Kanadischer Musiker Drake erwirkt Rücknahme von Grammy-Nominierungen


Kreise: Kanadischer Musiker Drake erwirkt Rücknahme von Grammy-Nominierungen
Kreise: Kanadischer Musiker Drake erwirkt Rücknahme von Grammy-Nominierungen / Foto: ©

Der kanadische Musik-Superstar Drake hat offenbar erwirkt, dass seine beiden diesjährigen Grammy-Nominierungen zurückgezogen wurden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von mehreren Quellen erfuhr, wurde die Entscheidung von Drake und seinem Management getroffen und von den Veranstaltern des prestigeträchtigen US-Musikpreises akzeptiert. Gründe wurden nicht genannt, in der Vergangenheit hatte der Rapper und R’n’B-Sänger den Grammy-Veranstaltern mehrfach vorgeworfen, schwarze Künstler nicht angemessen zu würdigen.

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Wie aus Drake nahestehenden Kreisen verlautete, wurden seine Nominierungen von der offiziellen Website der Grammys entfernt, als die Endrunde der Stimmabgabe für die Auszeichnungen begann. Eine mit dem Vorgang vertraute Person beim Veranstalter Recording Academy bestätigte die Angaben. Die 64. Grammy-Verleihung soll am 31. Januar in Los Angeles stattfinden.

Drake, einer der meistverkauften und einflussreichsten Musiker der Welt, hat bereits vier Grammys gewonnen. Er war dieses Jahr erneut für zwei Rap-Preise nominiert. Sein Hit-Album "Certified Lover Boy" wurde allerdings in den wichtigsten Kategorien übergangen.

Der Künstler hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach mit den mächtigen Veranstaltern der Grammy Awards angelegt. Er wirft ihnen vor, ihn als schwarzen Künstler in eine Schublade zu stecken.

"Die einzige Kategorie, bei der sie es schaffen, mich hineinzustopfen, ist eine Rap-Kategorie, vielleicht weil ich in der Vergangenheit gerappt habe oder weil ich schwarz bin", sagte der Kanadier 2017 über die Recording Academy in einem Interview mit dem Apple-Radiosender Beats 1. Als Drake 2019 für "God’s Plan" den Grammy für den besten Rap-Song entgegennahm, kritisierte er, die Entscheidungen über die Grammy-Preisträger seien "meinungsbasiert" und "nicht faktenbasiert".

Andere schwarze Spitzenkünstler wie The Weeknd, Frank Ocean und Jay-Z haben die Grammys in den vergangenen Jahren als irrelevant bezeichnet. Sie kritisierten, dass schwarze Künstler bei den Grammys nicht angemessen anerkannt würden.

Drake ist derzeit mit Klagen wegen einer Massenpanik bei einem Festival in Texas Anfang November konfrontiert, bei der zehn Menschen starben. Er soll aufgetreten sein, deutlich nachdem die Behörden über einen Notfall informiert hatten.

(A.Stefanowych--DTZ)

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