Deutsche Tageszeitung - Muslimische Pilgerfahrt Hadsch in Mekka begonnen

Muslimische Pilgerfahrt Hadsch in Mekka begonnen


Muslimische Pilgerfahrt Hadsch in Mekka begonnen
Muslimische Pilgerfahrt Hadsch in Mekka begonnen / Foto: © AFP

Überschattet vom Krieg im Gazastreifen hat in der saudiarabischen Stadt Mekka die muslimische Pilgerfahrt Hadsch begonnen. Mehr als eine Million Gläubige strömten am Freitag bei sengender Hitze in eine riesige Zeltstadt nahe Mekka. Bekleidet mit einem traditionellen weißen Gewand kamen viele Pilger in Bussen oder zu Fuß dort an, nachdem sie den siebenmaligen Gang um die Kaaba, ein würfelartiges Gebäude im Zentrum der Großen Moschee, und eine Reihe von religiösen Ritualen absolviert hatten.

Textgröße ändern:

Viele Gläubige hatten Schirme dabei, um sich vor der Sommerhitze zu schützen. "Es ist sehr, sehr heiß", sagte der Pilger Fahad Azmar aus Pakistan. "Aber ich danke Gott für die Gelegenheit, hier sein zu können."

Das fünftägige Großereignis in der saudiarabischen Stadt gehört zu den fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, ist angehalten, mindestens einmal im Leben an der Pilgerfahrt teilzunehmen.

Der größte Teil des Hadsch findet unter freiem Himmel statt. Nach dem Umrunden der Kaaba verbringen die Gläubigen die Nacht in Mina nahe Mekka, bevor sie am Samstag bei voraussichtlich bis zu 44 Grad Hitze als Höhepunkt des Hadsch den Berg Arafat besteigen, wo der Prophet Mohammed seine letzte Predigt gehalten haben soll.

Überschattet wird der Hadsch in diesem Jahr vom Krieg zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen. Im Vorfeld der Pilgerfahrt warnte die saudiarabische Regierung vergangene Woche, sie werde "keinerlei politische Aktivitäten" am Rande des Hadsch tolerieren. Staatsmedien zufolge nehmen am Hadsch etwa 2000 Palästinenser auf besondere Einladung von König Salman teil.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023

In der israelischen Metropole Tel Aviv hat es erstmals seit dem Großangriff der Hamas-Miliz am 7. Oktober 2023 wieder eine Pride-Parade in früherer Form gegeben. Tausende Teilnehmer zogen am Freitag in bunter Aufmachung und mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Plakaten kritisierten viele Teilnehmer die rechtsgerichtete israelische Regierung.

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

Das Versenden von objektiv rassistischen oder das NS-Unrecht verharmlosenden Chatnachrichten durch einen Beamten lässt laut Bundesverwaltungsgericht nicht automatisch den Rückschluss auf einen mit der weiteren Dienstausübung unvereinbaren Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht zu. Das entschied das Gericht in Leipzig nach Angaben vom Donnerstag im Fall eines Feuerwehrmanns aus Bremen. (Az. BVerwG 2 C 12.25)

Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert

Die Polizei darf den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann weiter observieren. Ein Gericht habe die Notwendigkeit einer Fortsetzung "im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr" bestätigt, teilte die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit. Zu Einzelheiten der Entscheidung und konkreten Observationsmaßnahmen würden derzeit keine Angaben gemacht.

Tod von Zweijähriger in Halle: Vater zu fünf Jahren Haft verurteilt

Wegen des Tods eines mit heißem Wasser verbrühten Kleinkinds in Halle in Sachsen-Anhalt ist der Vater des Mädchens zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Halle sprach den Angeklagten am Freitag in einem Revisionsverfahren der fahrlässigen Körperverletzung und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Damit fiel das Strafmaß höher aus als in einem ersten Prozess, der mit drei Jahren Haft für den Mann geendet hatte.

Textgröße ändern: