Deutsche Tageszeitung - Sicherheitsbranche in Hamburg: Verdacht auf millionenschweren Steuerbetrug

Sicherheitsbranche in Hamburg: Verdacht auf millionenschweren Steuerbetrug


Sicherheitsbranche in Hamburg: Verdacht auf millionenschweren Steuerbetrug
Sicherheitsbranche in Hamburg: Verdacht auf millionenschweren Steuerbetrug / Foto: © AFP/Archiv

In Hamburg ist eine Bande mutmaßlicher Steuerbetrüger aufgeflogen. Sie soll im Sicherheitsgewerbe tätig sein und Steuern in Höhe von vier Millionen Euro hinterzogen haben, wie die Finanzbehörde der Hansestadt am Dienstag mitteilte. Außerdem geht es um zwei Millionen Euro nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge.

Textgröße ändern:

Laut Behörden wird gegen neun Menschen im Alter von 23 bis 50 Jahren ermittelt. Sie sollen sich eines Firmengeflechts aus Scheinfirmen bedient haben, um Rechnungen von wirtschaftlich nicht aktiven Gesellschaften zu verbuchen. Diese sogenannten Abdeckrechnungen sollen sie dann genutzt haben, um Umsatzsteuern zu hinterziehen und Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten.

Im Zuge der Ermittlungen fanden laut Finanzbehörde umfangreiche Durchsuchungen in der vergangenen Woche in Hamburg und Schleswig- Holstein statt. Es lagen 19 Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts der bandenmäßigen Steuerhinterziehung und des bandenmäßigen Vorenthaltens von Arbeitsentgelten vor. Gegen zwei Beschuldigte wurden Haftbefehle vollstreckt, zudem beschlagnahmten die Beamten zahlreiche Beweismittel.

Diese Aktion zeige erneut, dass die Hamburger Steuerverwaltung konsequent gegen Steuerbetrug vorgehe, erklärte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). "Steuerbetrug zu Lasten ehrlicher Steuerzahlerinnen und Steuerzahler darf sich nicht lohnen und wird deshalb rigoros verfolgt."

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: