Deutsche Tageszeitung - Mörder von 14-jähriger Ayleen: Landgericht Gießen bestätigt Sicherungsverwahrung

Mörder von 14-jähriger Ayleen: Landgericht Gießen bestätigt Sicherungsverwahrung


Mörder von 14-jähriger Ayleen: Landgericht Gießen bestätigt Sicherungsverwahrung
Mörder von 14-jähriger Ayleen: Landgericht Gießen bestätigt Sicherungsverwahrung / Foto: © AFP/Archiv

In einem Prozess gegen den bereits verurteilten Mörder der 14-jährigen Ayleen hat das Landgericht Gießen erneut Sicherungsverwahrung gegen den Angeklagten angeordnet. Als Gesamtstrafe bestätigte das Gericht am Montag eine lebenslange Freiheitsstrafe verbunden mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Landgericht in der hessischen Stadt hatte den damals 30-jährigen Jan Heiko P. bereits im September 2023 wegen Mordes an Ayleen zur Höchststrafe verurteilt.

Textgröße ändern:

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte im August vergangenen Jahres die Verurteilung weitgehend. Das Landgericht musste allerdings in einem Punkt, bei dem es um die Strafe für das Sichverschaffen kinderpornografischer Inhalte geht, wegen einer zwischenzeitlichen Gesetzesänderung zum Strafrahmen neu verhandeln. Zudem gab es gegen P. eine weitere Anklage wegen sexuellen Missbrauchs ohne Körperkontakt mit einem Kind.

Über die Einzelstrafen musste das Landgericht Gießen nun neu entscheiden und darauf basierend eine neue Gesamtstrafe aussprechen. Erneut zu befinden hatten die Richter wegen der Gesetzesänderung auch darüber, ob die anschließende Sicherungsverwahrung bestehen bleibt.

Bei den nun verhängten Einzelstrafen von anderthalb Jahren wegen Sichverschaffens kinderpornografischer Inhalte sowie zwei Jahren und drei Monaten Haft wegen sexuellen Missbrauchs ohne Körperkontakt mit einem Kind ging es nach Gerichtsangaben nicht um Ayleen, sondern um ein 13-jähriges Mädchen. Der Angeklagte soll von dem Kind Nacktfotos erhalten und während eines Videokontakts onaniert haben.

Ayleen war im Juli 2022 in Gottenheim im baden-württembergischen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verschwunden. Gut eine Woche später wurde sie rund 300 Kilometer entfernt tot in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden. Noch am selben Tag wurde P. festgenommen.

Wie das Landgericht im ersten Prozess feststellte, hatte er das Mädchen aus dessen Heimatort abgeholt und nach Hessen gebracht. Dort habe er sie entweder gewürgt, um sie wehrlos zu machen und vergewaltigen zu können, oder nach einem Sexualdelikt erwürgt.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Leo XIV. wünscht "Frohe Ostern" und ruft zu Frieden in der Welt auf

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In mehreren Sprachen, unter anderem auf Deutsch, wünschte er "Frohe Ostern". Zugleich rief der Papst nachdrücklich zu Frieden in der Welt auf. "Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen", der solle sich "für den Frieden" entscheiden. Dieser Frieden müsse durch "Dialog" erreicht werden.

Leo XIV. leitet erstmals Ostermesse und spricht Segen "Urbi et Orbi"

Erstmals seit seinem Amtsantritt wird Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz leiten und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" sprechen. Zu der Messe - bei der Leos Vorgänger Franziskus im vergangenen Jahr zum letzten Mal öffentlich aufgetreten war - werden zehntausende Gläubige erwartet. Den traditionellen Segen "Der Stadt und dem Erdkreis" will der Papst um 12.00 Uhr sprechen.

Sprengstoffangriff auf pro-israelische Organisation in den Niederlanden

In den Niederlanden ist ein Sprengstoffangriff auf eine pro-israelische Organisation verübt worden. Wie eine Polizeisprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, kam es am Vorabend vor dem Gebäude der Nichtregierungsorganisation Christen für Israel in der Stadt Nijkerk zu einer Detonation. Verletzt wurde niemand: In dem Gebäude hielt sich zum Tatzeitpunkt niemand auf. Es sei aber leichter Sachschaden entstanden.

Seit mehr als einem Jahr auf der Flucht: Mafia-Boss in Luxusvilla aufgespürt

Nach mehr als einem Jahr auf der Flucht ist in Italien ein berüchtigter Mafia-Boss festgenommen worden. Der wegen Mordes gesuchte Roberto Mazzarella sei in "einer Luxusvilla an der Amalfiküste" aufgespürt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Chef des Mazzarella-Clans der neapolitanischen Camorra habe bei seiner Festnahme im Ort Vietri sul Mare keinen Widerstand geleistet.

Textgröße ändern: