Deutsche Tageszeitung - Schlag gegen Pass- und Dokumentenfälscher: Großrazzia der Bundespolizei in Hamburg

Schlag gegen Pass- und Dokumentenfälscher: Großrazzia der Bundespolizei in Hamburg


Schlag gegen Pass- und Dokumentenfälscher: Großrazzia der Bundespolizei in Hamburg
Schlag gegen Pass- und Dokumentenfälscher: Großrazzia der Bundespolizei in Hamburg / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundespolizei ist am Donnerstag mit einer Großrazzia in Hamburg gegen mutmaßliche Pass- und Dokumentenfälscher vorgegangen. Rund 200 Einsatzkräfte durchsuchten sieben Wohnungen von Verdächtigen in der Hansestadt, wie die Bundespolizei in Bad Bramstedt mitteilte. Zudem wurden vier Haftbefehle vollstreckt - drei in Hamburg und ein weiterer am Grenzübergang Forst in Brandenburg.

Textgröße ändern:

Nach Ermittlerangaben richteten sich die Maßnahmen gegen insgesamt acht Verdächtige mit ukrainischer und kirgisischer Staatsangehörigkeit im Alter von 26 bis 45 Jahren. Sie sollen über einen längeren Zeitraum Pässe für Drittstaaten außerhalb der EU, Führerscheine, Meldebescheinigungen und andere amtliche Dokumente vertrieben haben. Die Fälschungen sollen sie teils selbst herstellt und teils von Fälschern im Ausland bezogen haben.

Die Durchsuchungs- und Festnahmeaktion vom Donnerstag bildete demnach den vorläufigen Abschluss eines bereits seit fast eineinhalb Jahren laufenden Ermittlungsverfahrens von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft. In dessen Verlauf wurden mehr als 250 Fälschungen festgestellt, die auf das Konto der Bande gehen sollen. Rund 200 Beamte waren bei der Razzia im Einsatz. Dabei wurde unter anderem auch Vermögen im Wert von 170.000 Euro beschlagnahmt.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Mord an früherer Partnerin: Lebenslange Haft für 37-Jährigen in Leipzig

Wegen der Tötung seiner früheren Partnerin mit mehreren Messerstichen ist ein 37-Jähriger vom Landgericht Leipzig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten am Donnerstag unter anderem wegen Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine mögliche vorzeitige Haftentlassung des 37-Jährigen praktisch ausschließt.

Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Güterzug in Bayern

Eine Radfahrerin ist in Bayern bei einem Unfall mit einem Zug gestorben. Wie die Polizei in Rosenheim am Donnerstag mitteilte, wollte die Frau am Dienstagabend einen unbeschrankten Bahnübergang in Burgkirchen an der Alz überqueren, als sich ein Güterzug näherte. Trotz mehrerer akustischer Warnungen erfasste der Zug die Frau.

Nach Tod von Kind in Krankenhaus: Mutter scheitert vor Gericht mit Klage

Nach dem Tod eines siebenjährigen Jungen in einem Krankenhaus ist seine Mutter vor Gericht mit einer Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld gescheitert. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf sah keine Erfolgsaussicht für eine Berufung der Mutter, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüche bestehen demnach nicht. Der zuständige Senat wies ihren Antrag auf Prozesskostenhilfe für ein Berufungsverfahren damit zurück.

In zugeklebten Pappkartons: Mehr als 20 Katzen an Bremer Friedhof ausgesetzt

In Bremen sind an einem Friedhof rund zwei Dutzend Katzen ausgesetzt worden. Insgesamt 20 neugeborene Jungtiere und drei ausgewachsene Katzen seien in zwei zugeklebten Pappkartons zurückgelassen worden, teilte die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mit. Ein Zeuge hörte demnach "leises Miauen" aus den Behältnissen, es folgte ein Polizeieinsatz. Wer die Tiere am Friedhofseingang abgestellt hatte, war unklar. Ermittlungen liefen.

Textgröße ändern: